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ZEIT-Serie „Prüfers Töchter“: Jugendliche und Handyfotos

Die Serie „Prüfers Töchter“ gehört zu den Seiten in der Wochenzeitung Die ZEIT, die ich gleich Donnerstagabend lese – neben „Was mein Leben reicher macht“ und ZEIT LEO, die ich meinen Kindern vorlese. Eigentlich müssten es ja die Seite 1 und Politik sein, schließlich veralten die am schnellsten. Aber irgendwie brauche ich diesen leichteren, unterhaltsamen Einstieg in die seitenstarke ZEIT. In „Prüfers Töchter“ schreibt Tillmann Prüfer jede Woche für das ZEITmagazin über den Alltag mit seinen vier Töchtern. Die sind 18, 13, zehn und vier Jahre alt. Jede Ausgabe steckt voller Liebe, Witz und sehr persönlichen Einblicken in den frauendominanten Haushalt. Hier entdeckt sich jeder wieder, der eigene Kinder hat.

Zum Beispiel beim Thema Jugendliche und Handyfotos: Unter dem Titel „Das ist voll peinlich, wenn du das postest“ denkt Tillmann Prüfer über die Foto- und Selfieaffinität seiner 13-Jährigen nach. Lotta nämlich knippst sich durch ihren Alltag und hält alles fest, was ihr wichtig ist – Essen, Zimmer, Freunde und vor allem sich selbst. „Wenn ich wissen will, was Lotta so in den letzten paar Stunden gemacht hat, lohnt es sich nicht, sie zu fragen. Ergiebiger ist es, einfach auf ihrem Handy durch die Fotos zu scrollen“, heißt es im Text. Kommt uns bekannt vor. Will der Vater es ihr gleichtun, findet Lotta das nur peinlich. Denn die Selfies unserer Generation – das müssen wir hier mal zugeben – sind gegenüber Teenie-Selfies wirklich erbärmlich. Uns fehlt das fotografische Bewusstsein. „Lotta weiß zu jeder Zeit, wie sie gerade auf einem Foto aussehen würde… Ich könnte sie nachts wecken, und sie würde mit ihrem Fotogesicht entgegenblinzeln, bevor sie bei Bewusstsein wäre.“ So ticken wir Eltern einfach nicht.

Von meinen Großeltern gibt es genau so viele Bilder, wie in zwei Fotoalben passen. Meine eigenen Eltern haben auf einer halbjährlichen Weltreise in den Siebzigern 36 Bilder gemacht, also exakt eine Filmrolle voll – und in etwa so viele, wie mein neunjähriger Sohn gestern auf einer Geburtstagfeier gemacht hat. Das ist verrückt und lässt mich rätseln: Welche Bedeutung werden Fotos wohl für unsere Enkel und Urenkel haben?

Ihre
Christine Reith

Recherchequelle: ZEITmagazin Nr. 53/2018, Handyfotos: „Das ist voll peinlich, wenn du das postest“ von Tillmann Prüfer

 

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