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Vorgärten des Grauens: Bienenunfreundliche Schottergärten

Eigentlich liebe ich Gartenarbeit. In der Erde buddeln, Regenwürmer finden, die Natur spüren – da macht selbst Unkrautrupfen Spaß. Vor ein paar Jahren allerdings kam unsere Vermieterin auf die Idee, unseren Vorgarten in einen Geröllhaufen zu verwandeln. Das Ziel war wohl, der Hausgemeinschaft die Unkrautlast zu nehmen. Allerdings – und jetzt lesen bitte alle aufmerksam mit, die über einen Steinvorgarten nachdenken! – das Beikraut wächst auch durch das unter den Steinen verlegte Flies und muss dann mühsam zwischen den Steinen entfernt werden. Damit die Wurzel mit ausgeht, heben wir den benachbarten Stein an, ziehen das Beikraut heraus, und legen den Stein wieder an seinen Platz. Eine ernüchternde Arbeit gibt es nicht, ich muss dabei immer an die grauen Herren von Momo denken … Nach drei bis fünf Jahren müsste man die Steine eigentlich komplett entfernen und das Flies zu erneuern. Zudem werden die Steine moosig und es sammelt sich Laub, das man nur mit dem Laubbläser entfernen kann. Arbeit und Kosten entstehen also trotzdem.

„Gärten“ aus Granit-, Kiesel- oder Betonsteinen sind aber nicht nur der Feind jedes Herzblutgärtners. Auch für die Tierwelt und das Stadtklima sind sie Gift. Vögel und Insekten brauchen echte Gärten für Nahrungssuche, Unterschlupf und Kinderstube. Vor allem für die Bienen wird natürlicher Lebensraum immer knapper. Sterile Steinflächen heizen sich zudem stärker auf als Naturflächen und nehmen Wasser schlechter auf. Aus diesen Gründen verbieten immer mehr Stadtverwaltungen die Steinwüsten. Dass das auch optisch Sinn macht, kann man auf der Facebook-Seite Gärten des Grauens sehen, die die furchtbarsten Schottergärten des Landes sammelt. Zum Glück ist das Internet aber auch voller guter Idee, wie sich Gärten naturnah und gleichzeitig pflegeleicht gestalten lassen, zum Beispiel beim Nabu.

Ein besonders insektenfreundliches Gelände hat übrigens unser Kunde Hymer-Leichtmetallbau: Seit Juni 2020 hat der Wangener Leitern- und Gerüstehersteller nämlich einen eigenen Bienenstock. Die Tierchen kommen von der beefuture GmbH, die sich für die Ansiedlung von Bienenvölkern auf Firmengeländen stark macht. Betreut wird der Hymer-Bienenstock durch professionelle Imker der Initiative. Dabei geht es explizit nicht um Honiggewinnung, sondern darum, den wertvollen Bienen mehr Lebensräume zu schaffen. Alle Details zum Projekt lesen Sie in der von uns verfassten Pressemitteilung. So geht Umweltschutz!

 

Summende Grüße sendet

Ihre
Christine Reith

 

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