Nachhaltigkeit | efkes.com: antje_efkes_texte_mit_wirkung

Tag Archives: Nachhaltigkeit

Urlaub zwischen Flugscham und Overtourism

Nachhaltigkeit spielt für uns als Familie nicht nur im Alltag, sondern auch in den Ferien eine wichtige Rolle. Doch wie verreist man „enkeltauglich“? Das – so fasst der ZeitOnline-Beitrag „Endlicher Spaß“ zusammen – hängt natürlich schon mit der Wahl des Verkehrsmittels zusammen. Schließlich ist der Tourismus für acht Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Flugzeug und das Kreuzfahrtschiff sind damit schonmal aus dem Rennen.

Nachhaltigkeit betrachtet allerdings auch soziale Komponenten wie den immer stärker werdenden Overtourism, also die Überfüllung beliebter Reiseziele. Es begeben sich einfach zu viele Leute an dieselben Orte wie Rom, Venedig, Amsterdam oder Mallorca. An den Hotspots stehen sich die Touristen gegenseitig auf den Füßen, Angebote für Einheimische werden zurückgedrängt und Wohnraum wird durch AirBnB- und Ferienwohnungen für die Bevölkerung immer knapper. „Der Massentourismus, der mit Sehnsüchten handelt, bewegt sich, kurz gesagt, an der Grenze zum Asozialen“, heißt es in der Zeit.

Einige Städte gehen schon gegen den Tourismus vor. „In Barcelona haben die Leute eine Verwaltung gewählt, die keine neuen Hotels in der Innenstadt mehr genehmigt. Dubrovnik hat die Zahl der anlandenden Kreuzfahrtschiffe begrenzt. In Rom darf man sich nicht mehr auf die Spanische Treppe setzen.“ Und auch radikalere Ansätze werden erforscht – zum Beispiel eine Umverteilung von Touristen auf alternative Reiseziele oder Unfair-Tourism-Siegel.

Letztendlich gilt beim Reisen wie in allen Lebensbereichen: Wir Konsumenten haben die Macht und können mit jeder einzelnen Kauf- bzw. Buchungsentscheidung dazu beitragen, die Welt von heute für morgen zu erhalten. Probieren Sie’s mal aus – ein Zelturlaub an der Ostsee oder eine Radtour durch Italien kann da ein wunderbarer erster Schritt sein!

Plastikfreier Getränkemarkt

Konsequent umweltfreundlich sein, obwohl es den eigenen Umsatz oder gar die eigene Existenz gefährdet – das finden wir ganz schön cool. Getränkehändler Hans-Peter Kastner aus Stuttgart-Vaihingen ist so ein cooler Typ. Zwölf Wochen lang hat er das gesamte Fremdleergut der Kategorie „Einweg“, das seine Kunden als Pfand zu ihm zurückbringen, gesammelt. Am Ende stand er vor einem Berg aus 52 Säcken mit insgesamt 10.400 Plastikflaschen und Dosen, die auf dem Müll landen werden.

„Wir fordern alle Kunden auf, diesen Wahnsinn zu beenden!!!“, schreibt er daraufhin bei Facebook und verkündet, ab Ende Juli 2019 keinerlei Plastik oder Dosen mehr anzubieten – als erster Getränkehändler in ganz Deutschland.

Der Post hat eine Welle ausgelöst: 3,6 Millionen Menschen haben den offenen Brief gelesen, geliked, kommentiert. Alle großen Medien haben das Thema aufgegriffen – darunter WirtschaftsWoche, SWR Landesschau, Stern TV, Brisant, Bild oder Welt. Auf Facebook und in Talkshows berichtet Hans-Peter Kastner seitdem davon, wie er Alternativen für plastikverpackte Getränke wie Bier, Säfte und Sprudel sucht. Energy Drinks sind schonmal ganz aus dem Sortiment geflogen. Für andere Getränke führt der engagierte Getränkehändler intensive Gespräche mit Zulieferern, aber auch Kunden. Viele von ihnen sind überrascht, dass die Plastikflaschen nicht wiederbefüllt, sondern entsorgt werden. Eine wichtige Aufklärungsarbeit!

Wir wünschen Hans-Peter Kastner ganz viel – auch wirtschaftlichen – Erfolg für sein Vorhaben und vor allem viele Nachahmer. Schade, dass wir nicht in Stuttgart wohnen, wir würden auf jeden Fall bei Ihnen einkaufen!

„Wenn ich betriebswirtschaftlich an den Punkt komme, dass ich Plastikmüll verkaufen muss, um zu überleben, dann schließe ich meinen Betrieb. Denn ich habe kein Problem damit, meinen Kindern zu sagen, dass ich gescheitert bin. Ich habe aber ein Problem damit, meinen Kindern zu sagen, dass ich nichts gegen die Umweltver-schmutzung getan habe.“

Hans-Peter Kastner, 17.06.2019 auf Facebook

 

Screenshot: Website Getränke Kasnter

 

 

Schokosüßer Jahresrückblick

Heute – am letzten Tag des Jahres – möchten wir gemeinsam mit Ihnen einen Blick zurückwerfen. Aber nicht etwa auf die Geschäftszahlen 2018 oder die wilden politischen Entwicklungen der vergangenen Monate. Sondern auf unseren Schokoladenkonsum. Es gibt da nämlich aktuell eine Zahl, die uns staunen lässt: Oder was denken Sie – wie viele Tafeln Schokolade hat der Durchschnittsdeutsche im letzten Jahr gegessen? Klicken Sie sich mal durch die tolle Grafik von Kaufda zur Frage „In welchem Land wird am meisten Schokolade gegessen?“. Die Zahl – die wir hier natürlich nicht verraten – erscheint uns absurd hoch.

Vielleicht liegt es daran, dass viele von uns die Schokolade wie eine Scheibe Brot essen. Statt sie Bröckchen für Bröckchen zu genießen. Wer Lust auf mehr Qualität statt Quantität beim Schokogenuss hat, dem möchten wir Original Beans empfehlen. Das niederländische Unternehmen stellt besonders edle zusatzfreie Gourmet-Schokolade aus extrem seltenen Kakosorten her. Außerdem investiert Original Beans für jede einzelne verkaufte Tafel Schokolade in einen Baumsetzling, den die lokalen Bauern im Regenwald anpflanzen und der somit zur Aufforstung beiträgt. Langfristig sichern die unterschiedlichen Bäume das Einkommen der Bauern (Kakaobäume), ihre Nahrungsgrundlage (z.B. Obstbäume) und bewahrt gleichzeitig die Artenvielfalt des Öko-Systems.

Gründer Philipp Kauffmann erklärt in einer Pressemitteilung: „Das Unternehmen Original Beans existiert nicht aus dem Grund, gute Schokolade herzustellen. Es gibt uns, weil wir die wichtigsten Probleme unserer Zeit lösen möchten: Den Erhalt der Regenwälder und der biologischen Vielfalt, Armut, Konflikte und Migration. Der Genuss der besten Schokolade der Welt kann die Konsumenten dazu bringen, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen und einen höheren Preis für Schokolade zu bezahlen. Und diesen Preis setzen wir bei Original Beans in messbare soziale und ökologische Nachhaltigkeit um.“ Ein spannendes Businesskonzept!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein genussvolles 2019 mit vielen guten Ideen – ob beruflich oder privat. Kommen Sie gut hinüber!

Ihre

Antje Efkes & Team

 

Bildquelle: Original Beans

Tchibo überrascht mit Leih-Service für Kinderkleider

„Je häufiger und länger ein Produkt genutzt wird, umso besser für die Umwelt“, unter diesem Leitgedanken richtet sich Tchibo mit einem besonderen Angebot an umweltbewusste Eltern: Unter tchibo-share.de kann man seit 23. Januar Kinder- und Babykleidung aus Bio-Baumwolle bis Größe 104 mieten. Der Mietservice spart Zeit, Geld und Platz – und schont Ressourcen. Partner für die Umsetzung ist das Magdeburger Unternehmen Kilenda, das neben Kinderkleidung auch Umstandsmode, Spielzeug und Ausstattung wie Kinderwagen oder -tragen verleiht.

 

Das Ganze funktioniert so:

  • Einfach Kleidungsstück unter www.tchibo-share.de auswählen und online bestellen – entweder als neues oder bereits gebrauchtes „Wie-neu-Produkt“.

  • Jetzt wird ein monatlicher Mietpreis fällig. Eine Strickjacke kostet z.B. 3.40 Euro, ein Dreierset Bodys 2.60 Euro und eine Jeans 2.60 Euro. Sogar Spannbettlaken (1.80 Euro) und Schlafsäcke (4.60 Euro) gibt es. Die Mindestmietdauer beträgt einen Monat, danach wird tagesgenau abgerechnet.

  • Produkt entweder nach der gewünschten Dauer zurückschicken oder behalten (es kostet allerdings nie mehr als der angegebene OVP).

  • Eine Versicherung ist inklusive: Sollte das Produkt kaputt gehen oder fleckig sein, nimmt Tchibo es trotzdem zurück.

  • Die Kleidung wird nach dem Rückversand professionell gereinigt, aufbereitet und weitervermietet. Alle Fakten zu Tchibo-Share finden Sie hier.

Die Stimmen zum neuen Tchibo-Angebot reichen von „dumme Idee“ (Welt) bis „eine gute Sache“ (Utopia). Was meinen Sie? Trifft Tchibo den Zeitgeist und kreiert ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Geschäftsmodell? Oder finden Sie Onlineshopping per se problematisch oder gebrauchte Kinderkleidung gar unhygienisch? Wir freuen uns auf Ihre Meinung!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle Tchibo GmbH

Kontakt

Antje Efkes – Kommunikations-Management

Im Kirchleösch 56
D-88662 Überlingen

0049 7551 947 7700

Impressum & Datenschutzerklärung

 

Zur Anbieterkennzeichnung hier entlang.

Die Datenschutzerklärung finden Sie hier.