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Ungewöhnliche Rubrik: Redaktionelle Nachrufe im Berliner Tagesspiegel

„Vorbei, ein dummes Wort!“ Mit diesem Goethe-Zitat als Leitmotiv erscheinen jeden Freitag im Berliner Tagesspiegel Nachrufe. Und zwar redaktionelle Nachrufe auf ganz normale Berlinerinnen und Berliner, die vor Kurzem gestorben sind. Junge Menschen, alte Menschen, Kinder, Menschen jeder Schicht und jeden Schlags. Exemplarische Schicksale, die für die vielen unbekannten Helden des Alltags stehen.

Mehr als 2.000 solcher Texte sind schon erschienen, 851 stehen aktuell online – und jeder lohnt sich, gelesen zu werden. Einfühlsam, berührend und voller Respekt für das Leben erzählt das Autorenteam um David Ensikat Geschichten über Menschen, die man ohne diese Rubrik wahrscheinlich nie erfahren hätte. Die Schicksale gehen unter die Haut und wirken vor allem so intensiv, weil die Textqualität hoch und die Beiträge nie rührselig oder reißerisch sind.

Aber man braucht ehrlich gesagt schon ein dickes Fell, um sich durch diese deutschlandweit wohl einmalige Rubrik zu lesen. Beim jüngsten Nachruf auf den 19-jährige Moritz Kwasigroch schreibt ein Kommentator: „Selbst als ausgewachsener Mann musste ich beim Lesen dieses Nachrufes bitterlich weinen.“ Und er hat Recht.

Mein Tag online

Früher führte mich mein erster Weg am Morgen an den Briefkasten. Fünf Stockwerke runter, fünf Stockwerke hoch – mit der Zeitung in der Hand. Heute greife ich zum Handy, obwohl ich neuerdings im Erdgeschoss wohne. Denn nicht nur das Treppensteigen vor dem Zeitungslesen war mühsam: Ich fand es immer auch ziemlich nervig, die großformatige ZEIT mit am Frühstückstisch zu haben. Ihr Norddeutsches Format beträgt immerhin 374 x 528 Millimeter und da bleibt nicht mehr viel Platz für Kaffee, Müsli und Co. Jetzt lese ich ZEIT online via App auf dem Smartphone und habe die digitale ZEIT fürs Kindle abonniert. Die gibt’s dann abends im Bett. Feine, papierfreie Sache!

In Papierform lese ich eigentlich nur noch Kinderbücher und ein paar Fachmagazine, die ich abonniert habe, um mich über die Branchen meiner Kunden auf dem Laufenden zu halten. Vormittags treibe ich mich meist auf beruflich interessanten Plattformen herum wie Texttreff, Horizont und PR-Magazin. Weil ich gerade eine Weiterbildung zur Übersetzerin Leichte Sprache mache, lese ich auch Nachrichtenleicht in einfacher Sprache vom Deutschlandfunk. Privat klicke ich vor allem Blogs rund um die Themen Ernährung, Einrichten und Familie an. Ich liebe die Einträge in der Wohncommunity So leb ich, wo es viele Fotos echter Wohnungen zu bewundern gibt. Gute Laune macht mir auch der Livestyle-Blog OhhhMhhh von der sympathischen Stefanie Luxat oder der Blog Eltern vom Mars über Montessori-Pädagogik für zu Hause.

Und, welche Blogs, Portale und Netzwerke besuchen Sie regelmäßig – oder greifen Sie wie Antje eher zu Buch, Zeitung und Print-Magazin, um sich zu informieren? Ich bin gespannt auf Berichte zu Ihren Leseerlebnissen!

Ihre Christine Reith

 

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Wertschätzende Wortwahl statt abgedroschener Phrasen

„Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.“ Dieser Satz aus dem Talmud hängt als Postkarte neben meinem Schreibtisch. Er soll mich beim Texten immer wieder daran erinnern, wie viel Einfluss Sprache auf unsere Gedanken und unser Tun haben kann. Und wie wichtig es ist, achtsam mit ihr umzugehen. Beim Schreiben wie im Alltag verwende ich möglichst positive, klare Formulierungen. Ich sage: „Halt das Glas gut fest“ statt „Lass es nicht fallen“, „Fahr sicher!“ statt „Fahr vorsichtig!“ oder „Ich mähe heute den Rasen“ statt „Ich muss heute noch Rasen mähen“. Ich „kümmere“ mich nicht um die Kinder, sondern „betreue sie“ (denn Kummer bereitet es mir nur extrem selten) und ich mache Yoga „für meinen Rücken“ statt „gegen Rückenschmerzen“.

Auch beim journalistischen Schreiben wähle ich positive, stärkende Formulierungen und vermeide leere Phrasen. Diese jedoch lauern überall. „Es ist wieder soweit“, „am Ende des Tages“, „von A nach B fahren“ oder „im Rahmen von“ sind solch inhaltsleere Worthülsen, die einem schnell in den Sinn kommen, sich aber mit etwas Nachdenken durch konkretere Bezeichnungen ersetzen lassen. „Im Rahmen hängen nur Bilder“ lernt man von erfahrenen Redakteuren. Besser ist es, konkret zu formulieren, dass etwas aus einem bestimmten Anlass stattfindet. Also statt „Im Rahmen des Sommerfestes gab es eine Rede“ besser „Martin Meyer eröffnete das Sommerfest mit einer Rede zu Thema XY“.

Vor kurzem bin ich auf eine Website gestoßen, die sich mit Phrasen in der Berichterstattung über Menschen mit Behinderung widmet. Meine Güte – dachte ich da – es stimmt, wie gedankenlos ich auch in diesem Zusammenhang unsinnige Redewendungen benutze. Floskeln wie „Er ist an den Rollstuhl gefesselt“ oder „Trotz ihrer Behinderung lächelt sie viel“ betonen stark die Opferrolle und erzeugen negative Bilder, die das öffentliche Ansehen behinderter Menschen prägen. Das Portal Leidmedien hat aus der Sicht von behinderten und nicht behinderten Medienschaffenden Tipps für eine Berichterstattung aus einer anderen Perspektive und ohne Klischees zusammengestellt. Zum Beispiel könnten Journalisten statt „Sie leidet an …“ einfach schreiben „Person X hat die Behinderung …“ – und schon ist das „Leiden“ ausgeklammert. Wirklich eine tolle Idee!

Storytelling: Mit Geschichten im Gedächtnis bleiben

Das Geschichtenerzählen ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon immer haben wir uns Geschichten erzählt, um Wissen weiterzugeben, Erfahrungen zu teilen oder Werte und Normen zu vermitteln. Je lebendiger und emotionaler das Erzählte, umso eher bleibt es im Gedächtnis. Hirnforscher haben herausgefunden, dass wir Informationen besonders gut aufnehmen, wenn unsere Gefühlsebene, unser Herz, angesprochen ist und noch dazu besonders bildhaft erzählt wird. Außerdem erzählen wir Geschichten, die uns berühren, natürlich gerne auch weiter.

Kein Wunder, dass das Geschichtenerzählen – auf Marketingdeutsch Storytelling genannt – gerade in aller Munde ist. Immer mehr Unternehmen nutzen in den Bereichen Werbung, Marketing und Kommunikation die Chance, mit guten Geschichten aus der Informationsflut herauszuragen und Sympathien und Vertrauen bei der Zielgruppe zu gewinnen. Im Gegensatz zu reinen Werbebotschaften sind echte Geschichten mit greifbaren Menschen in greifbaren Situationen immer einzigartig. Zugleich stehen mit den Social-Media-Kanälen immer mehr Plattformen zur Verfügung, um Storys zu veröffentlichen. Und das Beste: Jedes Unternehmen hat so viel zu erzählen! Sei es über die Gründung des Betriebes, über seine Stärken, seine Mitarbeiter oder das besondere Produkt.

Ich bin sehr neugierig und möchte bei Themen, die mich interessieren, mehr und mehr wissen. Schon immer hat sich meine Arbeit als Journalistin um Geschichten gedreht. Seit ich PR-Beraterin bin, frage ich mich immer, was meine Kunden über eine Person oder ein Event oder ein Ereignis Besonderes zu erzählen haben. Es gibt schließlich nichts besseres, als mit einer eingängigen Nachricht zum Lachen oder auch zum Nachdenken anzuregen, so dass der Leser es dann nicht mehr vergisst. Gerne unterstütze ich auch Sie und Ihr Unternehmen bei der Ideen- und Themenfindung sowie bei der Suche nach Veröffentlichungsformen für Ihre Geschichten!

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