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Jetzt anmelden für bundesweiten Vorlesetag

Ob Märchen, Kriminalgeschichte oder Comic: Den Kindern vorlesen – das gehört bei uns ganz fest zum Tag. Aber weil das Lesen nicht in jeder Familie solch einen großen Stellenwert hat beziehungsweise weil man einfach nicht genug vorlesen und beim Vorlesen zuhören kann, gibt es den bundesweiten Vorlesetag.

Das „größte Vorlesefest Deutschlands“ findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt, und zwar am 16. November 2018. Die Initiatoren sind Die Zeit, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung. Der Vorlesetag folgt einer einfachen Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Im vergangenen Jahr gab es eine neue Rekordbeteiligung: Hundertausende Vorleser und Zuhörer beteiligten sich am Vorlesetag, darunter viele Prominente aus Politik, Kultur und Medien.

Sie sind auch ein echter Bücherfreund und haben Spaß am Vorlesen? Dann melden Sie sich doch gleich an. Das geht ab sofort über die Webseite vorlesetag.de. Dort finden Sie auch Materialien, Leseempfehlungen, Experiment- und Aktionsideen rund um das diesjährige Jahresmotto „Natur und Umwelt“. Wir wünschen viel Freude beim Vorlesen!

Lesetipp für Rechtschreib-Nerds

Darf man sich in Zeiten von Syrienkrieg, Brexit und Donald Trump über fehlende Bindestriche aufregen? Man darf, findet ZEIT-Redakteur Jochen Bittner, und wir sind ganz seiner Meinung. „Ich glaube einfach, dass der Zusammenbruch von Zivilisationen mit Kleinigkeiten beginnen kann – mit scheinbaren Kleinigkeiten, um genau zu sein. Der schleichende Tod des Bindestrichs ist so eine.“, schreibt er in der Morgenkolumne „Fünf vor acht“.

Unter dem Titel „Bindestrich? Voll AfD-mäßig“ ruft Jochen Bittner dazu auf, zusammengesetzte Wörter – sogenannte Komposita – entweder zusammenzuschreiben oder mit einem Bindestrich zu verbinden. So sehen es die Rechtschreibregeln vor. Er beobachte aber, dass sich ganz nach amerikanischem Vorbild ein reines Leerzeichen zwischen den Wörtern immer mehr durchsetze. Dieses Leerzeichen in Komposita wird „Deppenleerzeichen“ oder ironisch „Deppen Leer Zeichen“ genannt. Ob das Leerzeichen wirklich so verbreitet ist, haben wir mal mit einem Blick in den Küchenschrank überprüft. Und siehe da: Ohne langes Suchen finden wir „Panier Mehl“, „Buchstaben Suppe“, „Raps Öl“, „Zitronen Saft“ und „Risotto Reis“ – alles ganz ohne eigentlich notwendigen koppelnden Bindestrich. Ist man erstmal auf das Phänomen aufmerksam geworden, trifft man es überall: „Kultusminister Konferenz“, „Bahnhofs Apotheke“, „Shell Studie“, „Treff Punkt“…

Jetzt sind wir natürlich berufsmäßig ziemlich aufmerksam, was die Orthographie angeht. Aber das Deppenleerzeichen erschwert die Lesefreundlichkeit zum Teil enorm und manchmal verändert es eben auch den Sinn. Bei „Kinder und Sportschuhe“, „Husten und Bronchialtee“ oder „Aufgang zum Behinderten WC“ zum Beispiel. Wenn dann auf der Fischpackung statt „handgerollt“ etwa „Hand gerollt“ steht, vergeht uns regelrecht der Appetit. Sie wollen mehr Beispiele? Dann klicken Sie mal auf die Seite deppenleerzeichen.de oder deppenleerzeichen.info, dort können Sie sogar Ihre eigenen Fundstücke einsenden.

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