12. April 2021

Stress am Arbeitsplatz aktiv entgegenwirken

Meist ist es ein schleichender Prozess: Das Druckgefühl steigt von Tag zu Tag. Die ToDos werden immer mehr, statt weniger – soviel man auch arbeitet. Die Verzweiflung wächst, ständig will jemand etwas von einem, man fühlt man sich wie gelähmt und weiß gar nicht, wo man anfangen soll.

Fühlen sich Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz überfordert und gestresst, ist schnelle Unterstützung angesagt. Doch erste Anzeichen werden oft gar nicht sofort erkannt. Vor den Kollegen und vor allem vor dem Chef wird schließlich gerne so lange wie möglich der Schein gewahrt, dass alles rund läuft. Wer möchte schon als Jammerer dastehen? Das macht es für den Arbeitgeber schwierig wahrzunehmen, ob es einem Mitarbeiter schlecht geht.

Eine gewisse Sensibilität für das Befinden ist jedoch nicht nur aus zwischenmenschlichen Gründen förderlich. Denn Überforderung kann dauerhaft krank machen – eine nachlassende Arbeitsqualität und Fehltage sind das Resultat. Im Beitrag „Überforderte Mitarbeiter: So können Chefs helfen“ hat sich die deutsche Handwerks-Zeitung mit der Problematik befasst. Redakteurin Jessica Schömburg nennt Alarmsignale, die auf eine Überforderung hindeuten können, und hat gut realisierbare Vorschläge zusammengestellt, wie das Arbeitsumfeld im Unternehmen gestaltet werden kann, um Stress und Überforderung bereits präventiv zu vermeiden. Eine offene Gesprächsatmosphäre gehört ebenso zu den Empfehlungen wie Einrichtung spezieller Ruhezonen und die Förderung des Gemeinschaftssinnes im Team.

Was nie schadet: Lob und Wertschätzung zeigen. Das funktioniert übrigens nicht nur von der Chefetage aus, sondern gerne auch unter Kollegen, wie wir bei uns im Team immer wieder feststellen.