20. September 2021

So klappt‘s auch mit der Energiewende

Die Onlineplattform Stromreport befasst sich mit den Entwicklungen des bundesdeutschen Energiemarkts und sagt klar: Anfang 2021 war der Strompreis mit durchschnittlich 31,89 Cent pro Kilowattstunde so hoch wie nie zuvor. Zum Vergleich: Zur Jahrtausendwende lag der Durchschnittspreis laut der Aussage der Datenanalysten noch bei 13,94 Cent je Kilowattstunde. Die stetig steigenden Preise sind eine Belastung für private Verbraucher: Immer mehr Haushalte besitzen schließlich heute eine zunehmende Zahl an stromverbrauchenden Endgeräten wie Smartphones, etc. – es wird also insgesamt immer mehr Energie benötigt, die zugleich immer teurer wird.

Auch bei den Unternehmen in Deutschland schlägt die Entwicklung der Strompreise zu Buche. Sie stecken zugleich in einer Zwickmühle: Nehmen sie die höheren Kosten zulasten der Gewinne auf die eigene Kappe oder geben sie sie an die Kunden weiter – mit der Gefahr, diese zu verprellen?

Dass es neben den beiden unliebsamen Lösungen noch eine dritte gibt, zeigt das Beispiel der Großbäckerei Schüren aus dem nordrhein-westfälischen Hilden. Wie die Fachzeitschrift WirtschaftsWoche berichtet, hat sich Inhaber Roland Schüren bereits früh Gedanken zu einer nachhaltigen Energieversorgung seines Unternehmens gemacht, Stück für Stück auf erneuerbare Energien und Selbstversorgung umgestellt. Und er lässt auch andere teilhaben: Am Photovoltaik-Ladepark der Bäckerei kann nicht nur die eigene, auf E-Mobilität umgestellte Unternehmens-Flotte auftanken – auch andere E-Autobesitzer sind eingeladen, die Tankgelegenheit zu nutzen. Wir finden: ein nachahmendwertes Beispiel für eine aktive Umsetzung der Energiewende in Eigenregie.