8. Dezember 2025

Muss nur noch kurz Energie verschwenden …

Wer in grauer Vorzeit zur Wissensvertiefung ein Lexikon aufgeschlagen hat, verbrauchte dabei minimal (körpereigene) Energie. Doch die Welt dreht sich weiter. Heute beantworten Künstliche Intelligenzen wie ChatGPT oder die anderen KI-Kollegen die Fragen, die sich die Menschheit täglich so stellt. Das sind sehr, sehr viele. Und das ist ein Problem.

Denn jede Frage, die an die KI gerichtet wird, verbraucht Strom. Das geht nicht nur zu Lasten von Ressourcen und kostet Geld. Je nachdem, wie der Strom erzeugt wird, entsteht dabei auch CO2.

Wir haben zur Stromverschwendung einfach mal beigetragen und ChatGPT direkt angesprochen: Wie viel mehr Energie braucht ChatGPT im Vergleich zu Google? Die Antwort der KI: „Jede ChatGPT-Frage verbraucht schätzungsweise zehnmal mehr Strom als eine herkömmliche Google-Suche.“ Dieses Ergebnis stimmt nachdenklich.

Wie das Onlinemagazin ingenieur.de herausgefunden hat, läppern sich Verbrauchswerte einzelner Anfragen schnell zu einer kaum fassbaren Gesamtsumme zusammen. Im Beitrag „Strom, Wasser, ChatGPT: Was kostet eine KI-Anfrage wirklich?“ führen die Autoren Alexandra Ilina und Dominik Hochwarth dazu ein beeindruckendes Rechenbeispiel an.

Offensichtlich ist: Jede einzelne Anfrage zählt. Unser Team nutzt KI ohnehin höchst selten. Mit dem Wissen im Hinterkopf überlegen wir jetzt noch einmal mehr, ob wir nicht doch lieber „nur“ eine Suchmaschine bemühen – oder ganz altmodisch vielleicht sogar eine menschliche Intelligenz befragen, die sich mit dem Thema auskennt.

Sie wollen Ihr Wissen um Verbrauch erweitern? Bringen Sie all Ihre Energie auf und – lesen Sie selbst!

PS: Gute Erziehung war gestern. Warum ein nett gemeintes, an die KI gerichtetes „Bitte“ oder „Danke“ gar keine gute Idee ist und sogar die KI-Anbieter vor ein Problem stellt, erklärt SWR3 in „Darum solltest du zu KI nicht freundlich sein!“.