13. Dezember 2021

Jugend eher hellgrün

Verfolgt man die Berichterstattung zur global verbreiteten „Fridays für Future“-Bewegung, keimt Hoffnung auf: Die Jugend hat die Zeichen der Natur erkannt. Die jungen Menschen sehen, dass der bisher gepflegte Umgang der Menschen mit unserem Planeten so nicht weitergehen kann und sind bereit, ihr Konsumverhalten anzupassen und nachhaltiger zu gestalten.

Ein leicht anderes Bild zeichnet die aktuelle Trendstudie „Jugend in Deutschland“ des Jugendforscher Simon Schnetzler und des Bildungs- und Sozialforschers Klaus Hurrelmann. 1014 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren haben die Wissenschaftler zu verschiedenen Themenbereichen befragt. Als dringlichste Thematik wurde eindeutig der Klimawandel benannt. Das aus der Befragung hervorgehende Stimmungsbild fasst Hurrelmann in einem Interview für die Tagesschau so zusammen: Trotz ihrer Sorgen hinsichtlich des Klimawandels sei die Jugend derzeit nicht geschlossen bereit, gänzlich auf „lieb gewonnene Gewohnheiten“ zu verzichten, beispielweise beim Einkaufsverhalten, beim Konsum von tierischen Produkten, beim eigenen Auto oder bei Flugreisen. Insgesamt sei es jedoch eine „politisch wache Generation“, die sich Gedanken um ihre Zukunft mache und sich wünscht, von der Politik stärker berücksichtigt und aktiv beteiligt zu werden. Der Forscher bezeichnet dies als „klare Botschaft“ an die Politik. Das komplette Interview mit Klaus Hurrelmann ist im tagesschau.de-Beitrag „Jugend nicht so grün wie gedacht“ zu sehen.

Ob nun grün oder eher hellgrün: Das Interesse der jungen Menschen, sich politisch für ihre Zukunft einzubringen, ist in weiten Teilen da. Eine Kraft, die genutzt werden sollte!