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Interview mit einer Scheidungsanwältin

Wir lesen den ganzen Tag Unmengen an Texten, Artikeln, Blogbeiträgen. Die meisten vergessen wir schnell wieder. Andere jedoch bleiben uns im Gedächtnis, weil sie etwas in uns angesprochen und bewegt haben. Dazu zählt für uns auch das megasympathische Interview „Im Gesetz steht von Liebe kein Wort“ mit der österreichischen Familienanwältin und Frauenrechtlerin Dr. Helene Klaar, das bereits 2016 im Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen ist.

Darin stehen viele kluge Sätze, die Frauen und Männer am besten schon vor der Hochzeit lesen sollten. Denn nur wenigen ist wirklich klar, wie weitreichend die rechtlichen Konsequenzen des Ja-Wortes sind, wie große die Anforderungen der Ehe – vor allem nach dem zweiten Kind und mit zwei Vollzeitjobs – und wie sehr Scheidungen immer noch zulasten der Frauen gehen.

Falls Sie das Interview nicht in Langfassung lesen möchten, finden Sie hier einen Podcast von Deutschlandfunk Kultur mit Dr. Helene Klaar zum Nachhören und von uns eine Zusammenstellung unserer Lieblingssätze aus oben genanntem Interview:

„Der häufigste Scheidungsgrund ist das zweite Kind. Mit einem Kind lässt sich der Status noch aufrechterhalten. Mit dem zweiten Kind tritt der permanente Ausnahmezustand ein.“

„Man kann nicht 40 Stunden arbeiten und daneben einen Haushalt führen und die Kinder unterhalten.“

„Für Frauen ist die Scheidung meistens ein existenzielles Problem, für einen Mann ein finanzielles.“

„Wenn man hungert und friert, finde ich nicht so wichtig, ob die Liebe noch so ist wie am ersten Tag.“

„Gerade ausgebildete junge Frauen, die ein gutes Einkommen haben, können sich nicht vorstellen, dass sie jemals in ein Abhängigkeitsverhältnis von ihrem Mann geraten, wie ihre Mütter oder ihre Großmütter.“

„Die meisten Eheverträge werden auf Wunsch des gutverdienenden Mannes geschlossen und sind Verzichtserklärungen von Frauen.“

„Ich sage immer, das Gesetz regelt die Ehe, und da steht von der Liebe kein Wort.“

„Zu mir kommen die Leute mit ihrem Ehemüll und bitten mich, den zu trennen. Das mache ich, so gut es geht. Ich habe das Gefühl, einer sehr sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.“

 

Quelle: „Im Gesetz steht von Liebe kein Wort“ – Süddeutsche Zeitung Magazin vom 16.02.2016

 

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