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Interessantes Szenario: Was passiert, wenn die Welt auf Fleisch verzichtet

Kennen Sie die Brand Eins-Rubrik „Was wäre, wenn…“? Darin spielt das Wirtschaftsmagazin spannende Szenarien durch – wie zum Beispiel die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die Abspaltung Bayerns oder das Ende des Bargelds. Nachdenklich gemacht hat uns die Ausgabe „Was wäre, wenn … niemand mehr Fleisch äße?“ Wäre die Welt ein besserer Ort? Im ersten Augenblick denken wir: ja! Keine Massentierhaltung, weniger Treibhausgase, Wasserverbrauch und Antibiotika im Grundwasser, mehr nutzbare Landfläche, eine gesündere Menschheit. Aber was sagt die Brand Eins-Analyse?

Gut fürs Klima wäre der Fleischverzicht auf jeden Fall: Laut einer Studie der Universität Oxford, aus der Brand Eins zitiert, verursacht eine fleischlose Ernährung rund 60 Prozent weniger CO2-Emissionen als eine fleischhaltige. Für 15 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen wird die Fleischproduktion verantwortlich gemacht. Brand Eins schreibt: „Eine vierköpfige Durchschnittsfamilie in den USA beispielsweise verursacht durch ihren Fleischkonsum mehr Treibhausgase als durch ihre beiden Autos.“ Da klingt Vegetarismus doch richtig lecker, oder?

Das trifft auch für den Wasser- und Landverbrauch zu: Zum Weiden und für den Futtermittelanbau werden Flächen von der Größe des afrikanischen Kontinents verbraucht (wobei nicht jede Weidefläche einfach zu Ackerland umgenutzt werden könnte). Und die Erzeugung von Rindfleisch benötigt pro Kilokalorie das 20-fache an Wasser wie Getreide (wobei manche Veggi-Produkte wie Nüsse mehr verbrauchen als Hühner- oder Schweinefleisch). Ganze 70 Prozent des weltweiten Frischwasserverbrauchs gehen auf die Tierhaltung.

Auch gesundheitlich wäre eine vegetarische Ernährung vorteilhaft: Nach der Oxford-Studie gäbe es etwa sieben Millionen weniger Todesfälle pro Jahr. In Geld ausgedrückt: „Die Einsparungen bei der Krankenversorgung und den Kosten für Klimafolgeschäden summieren sich global laut der Studie auf knapp 1,5 Billionen US-Dollar.“

Und ist der Fleischkonsum auch für etwas gut? Laut Brand Eins ist Nutztierhaltung für 1,4 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes verantwortlich – das ist eine Menge. Und: Weltweit arbeiten Millionen von Menschen in der Tierzucht und Verarbeitung, vor allem auch in den Entwicklungsländern. Daher ist ein Fazit des Beitrags: „In entwickelten Ländern hat Vegetarismus jede Menge positiver Umwelt- und Gesundheitsfolgen. In den Entwicklungsländern würde er die Armut jedoch verschlimmern.“

Ja, alles gar nicht so einfach – aber ein großes Lob und vielen Dank an die Brand Eins-Redaktion: Der Artikel liest sich einfach toll und regt zum Nachdenken an!

Screenshot & Recherchequelle: Brand Eins Was wäre, wenn … niemand mehr Fleisch äße?


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