16. Januar 2023

Gute Vorsätze für Powerfrauen

Wer denkt, Top-Manager seien aufgrund zahlreicher Überstunden prädestiniert für Burn-outs, war noch nie Mutter. So wunderbar es ist, sich im Beruf zu verwirklichen und gleichzeitig eine Familie zu gründen und am Laufen zu halten – so viel Arbeit steckt auch dahinter. Das Ding ist: Es sieht nur keiner.

Denn die Überstunden fallen ja nicht direkt am Arbeitsplatz an. Und die Zeit, die zu Hause mit Kinderbetreuung, vielleicht auch schon Elternbetreuung, Haushalt und allgemeiner Dies-und-Jenes-Terminverwaltungen anfällt, nimmt auch jeder als selbstverständlich hin. Rechnet man die Stunden, in denen Mütter im Dienste anderer auf Achse sind, jedoch mal zusammen, kommt schnell eine ziemlich beeindruckende Summe heraus.

Die Journalistin Nathalie Klüver hat sich mit den Zahlen genauer befasst. Und sie in ihrem Blog „Wieso stehen die Mütter von heute so unter Druck“ nicht nur aufgelistet, sondern auch das Zustandekommen erklärt. Ihr Fazit: Die Fürsorge für sich selbst bleibt bei Müttern in der durchschnittlichen Lebensspanne zwischen Ende 20 und Anfang 40 meist auf der Strecke.

Stress und permanente Überstunden können auf Dauer krank machen. Mit dem Start ins neue Jahr wäre es doch ein guter Vorsatz, sich zumindest ab und zu bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen – sei es beim Sport, einem entspannenden Bad, einem Spaziergang allein durch die Natur – um bewusst abzuschalten und durchzuatmen. Kranke Mütter helfen niemandem.