26. Dezember 2022

Gloria Gaynor brauchte keine Studien

Manch einer mag seinen Geschwistern ja einiges in die Schuhe schieben wollen. Dass man charakterlich nur so geworden ist, weil man mit einem männlichen oder einem weiblichen Co-Player groß geworden ist, muss allerdings als möglicher Punkt ab sofort von der Anklageliste gestrichen werden.

Wie nationalgeaographic.de im Beitrag „Bruder oder Schwester: Hat das Geschlecht der Geschwister Einfluss auf die Persönlichkeit?“ jüngst berichtete, hat eine gemeinsame Studie von deutschen und neuseeländischen Forschern gezeigt: Letztlich hat es wenig Auswirkungen auf unsere Persönlichkeitsentwicklung, ob jemand mit einem Bruder oder einer Schwester an der Seite aufgewachsen ist. Die Geschwisterkonstellation sei nur einer von vielen Faktoren, die unseren Charakter mitprägen.

Das scheint uns logisch. Mit Blick auf unsere eigene Kindheit und Jugend, die wir im Kreis mehrerer Geschwister verbringen durften, können wir sozusagen eine persönliche Familienstudie aufweisen. Und die sagt uns: Die Brüder und Schwestern in den Familien innerhalb unseres PR-Teams haben allesamt so unterschiedliche Charaktere, dass man gar nicht pauschal von einem ohnehin klischeebehafteten männlichen oder weiblichen Einfluss sprechen könnte. Nicht jeder Bruder ist ein abenteuersuchender Haudrauf, nicht jede Schwester trägt Kleider und spielt mit Puppen. Die Einflüsse der Geschwister auf unsere Persönlichkeitsbildung sind somit insgesamt sehr divers.

Mütter und Väter, das Umfeld, Freunde, bestimmte Erlebnisse und last not least die Gene: Die Liste an Faktoren, die unser Aufwachsen und unsere Persönlichkeit mitprägen, ist wohl deutlich länger.

Gloria Gaynor brauchte übrigens keine Studien, um für ihre Disko-Version des Musicalhits zu wissen: I am what I am – I am my own special creation!