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Elterntaxis schaden Kind und Umwelt

Kinder sollen sicher in der Schule ankommen – das liegt natürlich allen Eltern am Herzen. Doch leider tragen immer mehr Eltern selbst dazu bei, die Schulwege unsicherer zu machen. Indem sie ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schule fahren, dort möglicherweise noch verbotswidrig halten oder plötzlich wenden, erhöhen sie den Verkehr rund ums Schulgebäude und gefährden die Schulkinder. Während immer weniger Kinder im „normalen“ Straßenverkehr verunglücken, nehmen so Unfälle auf Schulwegen stetig zu.

Schulen und Kommunen beobachten einen Anstieg der Elterntaxis. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage aus 2017 läuft nur noch jedes dritte Grundschulkind (37 Prozent) zwischen 6 und 9 Jahren zur Schule. Die Motive der Eltern, ihre Kinder zur Schule zu fahren, sind ganz unterschiedlich und reichen von der Angst vor Unfällen und Übergriffen über Gewohnheit bis zur Bequemlichkeit.

Der Bringdienst ist allerdings nicht nur schlecht für die Verkehrssicherheit und die Umwelt. Schwedische Forscher haben herausgefunden, dass mit dem Auto zur Schule gebrachte Kinder im Schnitt müder und passiver im Unterricht sind als ihre Klassenkameraden, die zu Fuß gehen. Auch der ADAC schreibt auf seiner Website, „dass die tägliche Bewältigung des Schulwegs zu Fuß eine Reihe von positiven Effekten auf die kindliche Entwicklung hat. Dazu zählen eine höhere Konzentrationsfähigkeit im Unterricht, eine gesteigerte körperliche Fitness, der Abbau von Übergewicht sowie – bei gemeinsamer Bewältigung des Schulwegs mit anderen Kindern – die Verbesserung des Sozialverhaltens.“ Auch das Bewusstsein für Gefahrensituationen im Straßenverkehr entwickele sich besser.

Doch was kann man tun, um Eltern zu einem Umdenken zu bewegen? Dazu gibt es viele spannende Ansätze. In der Schule meiner Kinder beispielsweise gibt es einen „Lauf-Pass“, in dem das Kind für jeden gelaufenen Schulweg einen Stempel und am Ende des Schuljahres je nach Stempelanzahl eine sinnvolle Überraschung bekommt. Auch das Bilden von Laufgruppen (eventuell begleitet von einem Erwachsenen) oder Laufpatenschaften kann viel bewirken. Der ADAC empfiehlt in seinem Leitfaden „Das Elterntaxi an Grundschulen“ sogenannte Elternhaltestellen im näheren Umfeld der Schule. In der Broschüre sind viele weitere gute Ideen und Tipps enthalten. Auch Initiativen wie „Zu Fuß zur Schule“ vom Deutschen Kinderhilfswerk wollen dazu beitragen, das Elterntaxi abzuschaffen.

Recherchequellen: WDR-Wissen, ZEIT-Online

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