6. Juni 2022

Eine saubere Sache!

Das Duell verspricht Nervenkitzel: Deutschland gegen die Schweiz. Wer vorne liegt, ist aktuell noch nicht ganz abzusehen, beide Kontrahenten bringen herausragende Fähigkeiten mit.

Nein, falsch gedacht: Dieses Duell findet nicht in einer großen Sportarena vor Tausenden Zuschauern statt. Es läuft im heimischen Waschraum, kritisch beäugt von der Familie. Denn wer hier miteinander in den Wettstreit getreten ist, sind Öko-Waschmittel, die dank eines steigenden Umweltbewusstseins zunehmend die Märkte erobern.

 

In der einen Ecke steht das bereits biologisch abbaubare Flüssigwaschmittel des deutschen Herstellers Sonett – einem Pionier im Bereich ökologischer Wasch- und Reinigungsmittel, der bereits seit 1977 am Markt ist. Auf der anderen Seite steht bluu – ein junges Start-up aus der Schweiz, das mit modernen Waschstreifen von sich reden macht. Die Entscheidung, welches der beiden Produkte künftig dauerhaft zum Einsatz kommt, fällt schwer.

Sonett ist der bereits langjährige Begleiter, der den Heimvorteil des regionalen Herstellers (Sitz am Bodensee) genießt, ein rundum zufriedenstellendes Wascherlebnis garantiert und auch von den Haushaltsmitgliedern mit empfindlicherer Haut anstandslos akzeptiert wird. Nachteil: Die großen Plastikflaschen, in denen das Flüssigwaschmittel vertrieben wird, sind zwar recycelbar, aber dennoch aus Plastik.

Bluu wiederum punktet mit einer innovativen Produktidee. Die direkt zur Wäsche in die Trommel gegebenen Waschstreifen sind klecker- und krümelfrei, machen eine Überdosierung unmöglich und kommen in einer komplett abbaubaren, plastikfreien Verpackung daher. Das geringe Gewicht der Waschstreifen sorgt laut Hersteller beim Transport auch noch für 95 Prozent weniger Co2-Emmission als ein Pulver- oder Flüssigwaschmittel für die gleiche Waschleistung. Doppel-Win-Situation für die Umwelt. Nachteil, wenn man es denn so nennen will: Der Duft könnte ein wenig intensiver und anhaltender sein.

In beiden Fällen wird die Wäsche eine saubere Sache. Auch für die Umwelt. Wir testen also wohl noch ein Weilchen weiter. Vielleicht schließt sich ja jemand an?