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Schlagzeilen der Woche

Die zehn goldenen Regeln des journalistischen Schreibens

Kennen Sie das? Manchmal schlägt man die Zeitung auf, bleibt bei einer Überschrift hängen und liest – obwohl man vielleicht nur wenig Zeit hat – den Artikel bis zum letzten Punkt durch. Andere Texte wiederum liest man überhaupt nicht oder überfliegt sie nur. Woran mag das liegen? Neben dem Inhalt spielt natürlich die Form eine wichtige Rolle. Gute Texte sind vor allem klar und einfach formuliert, verzichten auf alles Überflüssige und erleichtern dem Leser das Weiterlesen. Wie das gelingt, haben wir für Sie als „zehn goldene Regeln des journalistischen Schreibens“ zusammengefasst:

  1. Verwenden Sie kurze Wörter. Benutzen Sie nie ein langes Wort, wenn ein kurzes es auch tut. Schreiben Sie „Antwort“ statt „Rückantwort“, „Frisur“ statt „Haarfrisur“, „Anruf“ statt „Telefonanruf“, „häufig“ statt „keine Seltenheit“ oder „Räume“ statt „Räumlichkeiten“. Verzichten Sie auf Tautologien wie „seltene Rarität“, „flache Ebene“ oder „einzelnes Individuum“.
  2. Bilden sie kurze Sätze mit maximal 15 Wörtern. Lange und kurze Sätze sollten sich abwechseln. Vermeiden Sie Schachtelsätze und Satzgirlanden, also Nebensätze in Nebensätzen. Unser Tipp: Ein Gedanke pro Satz.
  3. Werden Sie konkret. Konkrete Beispiele machen den Text lebendig. Wir lieben das Anschauliche, Greifbare, Einzelne. Schreiben Sie „Tomaten und Spargel“ statt „Gemüse“ und übersetzen Sie abstrakte Zahlen in Bekanntes. Also besser „acht von zehn Patienten“ als „80 Prozent der Patienten“.
  4. Ersetzen Sie Passiv durch Aktiv. Passivsätze verschleiern Sachverhalte, Aktivsätze hingegen nennen die handelnde Person. Statt „Pakete werden auch am 18. Dezember zugestellt.“ besser „DHL liefert Pakete und Päckchen auch am 18. Dezember.“. Ausnahmen: Wenn jemand etwas erleidet („Der Mann wurde von einem Hund gebissen.“) oder wenn die handelnde Person nicht interessant/bekannt ist („Die Rakete wurden um 18 Uhr gestartet.“).
  5. Vorsicht bei Substantivierungen, also bei Wörtern mit den Endungen „-ung“, „-keit“ und „-heit“. Prüfen Sie, ob Sie das Substantiv durch ein Verb ersetzen können. Verben machen die Sprache lebendiger und direkter. Statt „Die Nichtbeachtung dieser Vorschrift hat eine Bestrafung zur Folge.“ besser „Wer gegen diese Vorschrift verstößt, wird bestraft.“.
  6. Streichen Sie nichtssagende Adjektive. Zu viele Adjektive blasen den Text auf und verkomplizieren ihn. Manche sind sowieso überflüssig: „ein brutaler Mord“, „die nackte Wahrheit“, „brennende Fragen“ oder „innovative Neuerung“. Adjektive sind erlaubt, wenn sie zur Präzisierung beitragen („die felsige Küste“) oder Unterschiede kennzeichnen („das blaue Auto“).
  7. Vorsicht vor (doppelten) Verneinungen, denn das Unterbewusstsein versteht sie nicht. Formulieren Sie stets positiv. Statt „Die Operation verlief nicht ohne Komplikationen.“ besser „Die Operation war kompliziert.“.
  8. Verzichten Sie auf Behördensprache, also schwer verständliche, unpersönliche Sprache. Statt „Von der Kostenseite her ist das Produkt zu preisaufwändig.“ besser „Das Produkt ist zu teuer.“.
  9. Vermeiden Sie Anglizismen, denn sie könnten auf Unverständnis stoßen oder Antipathie erzeugen. Verständlichkeit hat immer Vorrang! Erlaubt sind für die Mehrheit verständliche Lehnwörter wie Training, Team, Trick, Job, Flirten, Handy oder Toaster.
  10. Vermeiden Sie zu viele Füllwörter wie „betreffend“ und nichtssagende Redensarten wie „in diesem Zusammenhang“. Sie ziehen Texte künstlich in die Länge. Verzichtet man auf sie, beschleunigt sich der Lesefluss.

Kinder und Jugendliche greifen wieder häufiger zum Buch

Ob abends im Bett, sonntags auf der Couch oder draußen in der Hängematte: Manchmal gibt es nichts Schöneres, als ein richtig gutes Buch zu lesen. Dass das auch Kindern und Jugendlichen wieder häufiger so geht, hat das Münchner Marktforschungsinstitut iconkids & youth herausgefunden. Für ihre Studie „Trend Tracking Kids 2016“ haben die Trendforscher rund 1.500 Sechs- bis Neuzehnjährige unter anderem zu ihrem Leseverhalten interviewt.

Das Ergebnis: 68 Prozent der Befragten lesen wieder häufiger Bücher – und zwar vor allem Printbücher. 2015 waren es noch 61 Prozent. Traurig macht uns die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die gar nicht lesen. 32 Prozent gaben an, nie ein Buch zu lesen. Das sind – wenigstens ein Lichtblick – sieben Prozent weniger als im letzten Jahr. Einen Unterschied macht dabei das Geschlecht: Während 26 Prozent der Mädchen (2015: 30) nicht lesen, sind es bei den Jungen 37 Prozent (2015: 46 Prozent). E-Books spielen keine besondere Rolle bei den jungen Lesern: Der Anteil der digitalen Leser ist zwar gegenüber 2015 gestiegen, aber noch vergleichsweise gering. 65 Prozent der Altersgruppe gaben an, Printbücher zu lesen (2015: 60 Prozent), zu E-Books griffen neun Prozent (2015: fünf Prozent).

P.S.: Und um hier auch Christine nochmals zu antworten auf Ihren Blogbeitrag für E-Book-Reader: Unsere Tochter und vor allem unser Sohn gehören zu den lesenden Kindern! Noch immer bin ich nicht an einem E-Reader interessiert. Unser Haus besteht nahezu aus Bücherregalen voller Romane, Taschenbücher und einer umfangreichen Kinderbuchsammlung. Diese Bilderbücher sind mein Schatz und gehören ausdrücklich mir – unsere Kinder haben eigene Regale voller Kinderlektüre. Eifrig gelesen, werden sie alle: Wir lieben nichts mehr, als uns aufs Sofa oder ins Bett zu kuscheln und gemeinsam bedruckte Seiten umzublättern!

Quelle: „Kinder und Jugendliche lesen mehr“ in boersenblatt.net vom 22. Juni 2016 / Trend Tracking Kids® 2016, iconkids & youth international research GmbH

Unsere neue Adresse: „allianzen.heilende.achtete“

Besucher und Briefträger finden uns normalerweise über unsere Adresse Im Kirchleösch in 88662 Überlingen. Neuerdings jedoch können sie einfach den drei Wörtern „allianzen.heilende.achtet“ folgen und dennoch unsere Agentur exakt erreichen. Mehr Poesie im Alltag – das ist natürlich ganz nach unserem Geschmack! Die Idee, Adressen mit Wörtern zu codieren, hat allerdings einen ernsten Hintergrund. Weltweit leben rund vier Milliarden Menschen ohne genaues Adresssystem – etwa in einem indischen Slum oder in der Wüste. Um auch diese Menschen erreichbar zu machen, hatte das britische Start-up What3words die Idee, den gesamten Planeten in ein Raster mit 57 Billionen (ja, Billionen!) Quadraten von drei mal drei Metern zu unterteilen. Jedes Quadrat verfügt über eine aus drei Wörtern bestehende Adresse, die schnell, einfach und eindeutig mitgeteilt werden kann. Wörter lassen sich schließlich viel leichter merken als 17-stellige Koordinaten.

Lieferdienste, Logistikunternehmen, Behörden, NGOs und Entwicklungshelfer haben bereits großes Interesse an dem System. Als erstes Land der Welt stellt die Mongolei gerade ihr komplettes Adresssystem auf Dreiwort-Adressen um. Das Land hofft, seine Bevölkerung damit besser erreichen zu können, was bisher ein Problem ist. Die Mongolei zählt zu den am dünnsten besiedelten Orten der Welt und selbst in der Hauptstadt Ulaanbaatar haben nicht alle Straßen einen Namen. Auch Nomaden sollen mit Whats3Words zukünftig erreichbar sein. Eine Amazon-Lieferung direkt in die Jurte? Genial!

In der What3Words-Karte zu blättern, macht übrigens total Spaß. Geben Sie doch mal Ihre Adresse ein – da kommen zum Teil sehr poetische Kombinationen wie „duschen.bezogene.gestreift“, „küssen.wölbung.taufen“ oder „schwarzer.eisbären.wein“ (für Die Zeit, in der wir auf das Thema gestoßen sind). Schimpfwörter wurden übrigens vorher aus der Liste gestrichen.

Wertschätzende Wortwahl statt abgedroschener Phrasen

„Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.“ Dieser Satz aus dem Talmud hängt als Postkarte neben meinem Schreibtisch. Er soll mich beim Texten immer wieder daran erinnern, wie viel Einfluss Sprache auf unsere Gedanken und unser Tun haben kann. Und wie wichtig es ist, achtsam mit ihr umzugehen. Beim Schreiben wie im Alltag verwende ich möglichst positive, klare Formulierungen. Ich sage: „Halt das Glas gut fest“ statt „Lass es nicht fallen“, „Fahr sicher!“ statt „Fahr vorsichtig!“ oder „Ich mähe heute den Rasen“ statt „Ich muss heute noch Rasen mähen“. Ich „kümmere“ mich nicht um die Kinder, sondern „betreue sie“ (denn Kummer bereitet es mir nur extrem selten) und ich mache Yoga „für meinen Rücken“ statt „gegen Rückenschmerzen“.

Auch beim journalistischen Schreiben wähle ich positive, stärkende Formulierungen und vermeide leere Phrasen. Diese jedoch lauern überall. „Es ist wieder soweit“, „am Ende des Tages“, „von A nach B fahren“ oder „im Rahmen von“ sind solch inhaltsleere Worthülsen, die einem schnell in den Sinn kommen, sich aber mit etwas Nachdenken durch konkretere Bezeichnungen ersetzen lassen. „Im Rahmen hängen nur Bilder“ lernt man von erfahrenen Redakteuren. Besser ist es, konkret zu formulieren, dass etwas aus einem bestimmten Anlass stattfindet. Also statt „Im Rahmen des Sommerfestes gab es eine Rede“ besser „Martin Meyer eröffnete das Sommerfest mit einer Rede zu Thema XY“.

Vor kurzem bin ich auf eine Website gestoßen, die sich mit Phrasen in der Berichterstattung über Menschen mit Behinderung widmet. Meine Güte – dachte ich da – es stimmt, wie gedankenlos ich auch in diesem Zusammenhang unsinnige Redewendungen benutze. Floskeln wie „Er ist an den Rollstuhl gefesselt“ oder „Trotz ihrer Behinderung lächelt sie viel“ betonen stark die Opferrolle und erzeugen negative Bilder, die das öffentliche Ansehen behinderter Menschen prägen. Das Portal Leidmedien hat aus der Sicht von behinderten und nicht behinderten Medienschaffenden Tipps für eine Berichterstattung aus einer anderen Perspektive und ohne Klischees zusammengestellt. Zum Beispiel könnten Journalisten statt „Sie leidet an …“ einfach schreiben „Person X hat die Behinderung …“ – und schon ist das „Leiden“ ausgeklammert. Wirklich eine tolle Idee!

Tolle Online-Veröffentlichung für eh-systemhaus

„Kann ich heute die Clippings durchsehen?“ Die Ergebnisse des Clippingdienstes durchzublättern, ist bei uns immer eine besonders beliebte Aufgabe. Schließlich sind Veröffentlichungen – ob in Print oder Online – die Früchte unserer Arbeit und für uns PR-Leute stets eine große Freude.

Im Juni haben wir uns über diesen Artikel besonders gefreut: Das digitale Omnibusmagazin „busplaner“ hat unsere Pressemitteilung zum neuen Bus-Modul von eh-systemhaus – Harzmann & Epple OHG aufgegriffen und das Produkt unter dem Titel „Nahverkehr Elbe-Elster kontrolliert Tachodaten mit neuem Bus-Modul von eh“ vorgestellt.

Geliefert hatten wir einen runden Pressetext, der die Besonderheiten und den Nutzen der Software aufzeigt und auf die Anforderungen der Zielgruppe Busunternehmen herunterbricht. O-Töne eines Anwenders, der Nahverkehr GmbH Elbe-Elster, unterstreichen die Vorzüge des Produkts und lassen den Artikel besonders lebendig wirken. Die Online-Veröffentlichung in voller Länge finden Sie hier.

 

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Fotonachweis: Screenshot von www.busplaner.de

 

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