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Schlagzeilen der Woche

Fischstäbchen: In Stäbchen geformt und paniert geht immer

Hatten Sie diese Woche schon Fischstäbchen? Die Wahrscheinlichkeit dafür ist relativ hoch. Etwas mehr als zwei Milliarden Stück haben wir Deutschen allein im Jahr 2017 verspeist. Ich könnte mir vorstellen, dass die Mehrheit davon in Kinderbäuchen gelandet ist – denn egal, wie groß die Abneigung gegen Fisch ist, in Stäbchen geformt und paniert geht er immer. Und so kommt es auch, dass Fischstäbchen in Kindergärten und Schulen regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

In der Süddeutschen Zeitung haben wir nun gelesen, dass gerade dieser Fisch von schlechter Qualität ist. Schließlich müssen die Systemgastronomen auf jeden Cent achten und greifen daher zu den billigeren „double frozen“-Fischstäbchen. Während US-Fischer den Alaska-Seelachs direkt an Bord verarbeiten und schockfrosten nehmen russische Fischer die Fische vor Ort nur aus, schockfrosten sie das erste Mal und verkaufen sie nach China, wo sie von Hand filetiert und wieder eingefroren werden. Wie lange sie aufgetaut sind und unter welchen hygienischen Zuständen die Weiterverarbeitung abläuft, ist fraglich. Beim Fischanteil schummeln können allerdings weder amerikanische Hersteller noch russische: dieser ist in Deutschland und Österreich auf exakt 65 Prozent festgelegt, ebenso wie Größe (9 cm x 2,6 cm x 1,1 cm) und Gewicht (30 Gramm). Achtung also bei Wortkreationen wie „Backfisch-Stäbchen“, bei denen die Panade üppiger ist als der Fisch.

 

Recherchequelle: „Woher kommen unsere Fischstäbchen, Käpt’n?“, Süddeutsche Zeitung.de vom 23. Juni 2018

Starke Kinder: Ein Radiofeature über frühkindliche Prägung

Was braucht eine Kinderseele, um gesund und stark zu werden? Wie soll die Erziehung aussehen, damit das Kind ein gesundes Selbst und Empathie entwickelt? Diese Fragen treiben Eltern permanent um. Klar ist: Der Weg führt über eine sichere Bindung. Aber wie kann diese entstehen? Geht es um permanente Nahe und Bedürfniserfüllung durch die Eltern oder eher um frühe Selbstständigkeit und Disziplin?

Das Zeitfragen-Feature „Selbstwert oder gelernter Hass – Wie uns die frühe Kindheit prägt“ von Deutschlandfunk Kultur nimmt das Thema frühkindliche Prägung unter die Lupe. Zu Wort kommen die Mutter Marie, die Kita-Leiterin Bärbel Senz, der Kinderarzt Herbert Renz-Polster oder der 2014 verstorbene Tiefen-Psychologe Arno Gruen. Im Beitrag wird auch der Bogen zum Politischen gespannt, denn Gehorsamkeit und ein Mangel an Nähe und Zuwendung in der Kindheit sei – so Arno Gruen – ein Grundstein für Gewalt und Rassismus im Erwachsenenleben.

Das Feature finden Sie in der ARD-Mediathek sowie bei Deutschlandfunk Kultur. Hören Sie mal rein!

Solaranlagen: Stromspeicher im Keller

Was für ein Sommer! Während die Hitze vielen zu schaffen macht, haben andere Grund zur Freude. Zum Beispiel Solar- oder Photovoltikanlagenbesitzer. Dann nämlich, wenn sie einen Stromspeicher für ihre Photovoltaik im Keller haben – ob kleine Batterie im Privathaus oder größere Akkus in mittelständischen Unternehmen.

Laut Spiegel online schaffen sich immer mehr Solaranlagenbesitzer einen solchen Speicher an. Die Kosten für die Akkus, die den aktuell nicht genutzten Strom speichern, hätten sich seit 2013 halbiert. Mit den Speichern sei es möglich, bis zu 60 Prozent des selbst erzeugten Solarstroms zu nutzen, im Sommer sogar bis 80 Prozent (ohne Akkus sind es 25 bis 30 Prozent). Das verspricht Unabhängigkeit von den oft steigenden Preisen der Stromanbieter.

Bis Ende 2018 fördert der Staat den Kauf von Batteriespeichern, über ein Programm der KfW-Bank. Bei Finanztip finden Sie Beispielrechnungen dazu, ob und für wen Batteriespeicher sich rechnen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenshot von Spiegel online

Unübersetzbare Wörter

Vor Kurzem war ich mit einer guten Freundin, die im ländlichen Bayern verwurzelt ist, in der Rhön zelten. Abends am Lagerfeuer zeigte sie mir mit dem Kommentar „Ich hab mich heute ganz schön verbrennnesselt“ kleine Bläschen am Arm. Genial, diese Verbform! Nicht so umständlich wie „an Brennnesseln verbrannt“ und gleichzeitig eine Selbstverständlichkeit vermittelnd, als würde sie täglich Nesseln berühren. Ob man sich auch im Rest der Republik „verbrennnesselt“, konnte ich nicht recherchieren. Der Duden und auch Google führen nur das Nomen „Brennnessel“. Und auch eine Übersetzung in eine andere Sprache habe ich für mein neues Lieblingswort nicht gefunden.

 

 

Bildquelle: Dumont-Verlag

Dabei muss ich an Ella Frances Sanders denken. Die Illustratorin sammelt unübersetzbare Wörter, die komplexe Begebenheiten kompakt beschreiben, und hat eine Auswahl in ihrem wunderschön gestalteten Buch „Lost in Translation“ festgehalten. Aus dem Deutschen stammen die Begriffe „Kummerspeck“, „Warmduscher“, „Drachenfutter“, „Kabelsalat“ und „Waldeinsamkeit“ – allesamt Komposita, eine deutsche Spezialität. Herrlich auch das schwedische „Fika“, was in etwa „sich treffen, quatschen und dabei einen Kaffee trinken“ bedeutet. Oder das japanische „Tsundoku“, das „ein Buch ungelesen lassen, nachdem man es gekauft hat, und es zu den anderen ungelesenen Büchern legen“ meint. Für meine bananenverliebten Kinder würde sich auch „Pisan Zapra“ eignen, Malaiisch für „die Zeit, die man braucht, um eine Banane zu essen“.

Die Süddeutsche Zeitung hat gerade ihre Leser befragt, welches Wort aus einer Fremdsprache ihnen im Deutschen fehlt. Stimmt, denke ich beim Durchklicken: Wir haben kein richtiges Wort für „nicht durstig sein“ (Schwedisch: „otörstig“), „ein Kind zwischen Baby und Kleinkind“ (Englisch: „toddler“), „an einem sonnigen, warmen Tag draußen sitzen und ein Bier genießen“ (Norwegisch: „Utepils“), „eine extrem schlecht gelaunte Frau, die permanent ihre eigenen Kinder anschreit“ (Dänisch: „Kaelling“) oder „wenn jemand nach einem Friseurbesuch schlimmer aussieht als vorher“ (Japanisch: „age-tori“). Der Kommentarbereich ist noch geöffnet – vielleicht fällt Ihnen ja noch ein Wort ein? Das wäre „gigil“ (Philippinisch: „so überwältigend, dass man zittern muss“)!

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen

Christine Reith

 

Eurostat-Studie über die Jobmobilität junger Europäer

Sind arbeitslose junge Europäer bereit, für eine Stelle umzuziehen? Mit dieser spannenden Frage hat sich eine aktuelle Eurostat-Studie beschäftigt. Über die gesamte EU betrachtet, ist die Hälfte der arbeitslosen Jugendlichen zwischen 20 und 34 Jahren bereit für einen jobbedingten Umzug. Portugiesen zeigen dabei die höchste Bereitschaft zu einem Ortswechsel innerhalb des eigenen Landes (71%), gefolgt von Schweden (66%) und Spanien (64%). Bei einem Umzug in ein anderes EU-Land sind Estland (26%), Kroatien (26%) und Slowenien (25%) ganz vorne.

Junge Arbeitslose in Malta, den Niederlanden und Zypern sind am wenigsten bereit, für einen Arbeitsplatz umzuziehen. Richtige Umzugsmuffel sind auch junge Italiener, unter denen die Arbeitslosenquote besonders hoch ist: 60 Prozent von ihnen sind nicht willens, für eine Stelle den Ort zu wechseln. In Deutschland liegt die Quote bei 54 Prozent.

Eine große Rolle spielt der Bildungsstand der jungen Menschen. Junge Arbeitslose mit einem hohen Bildungsabschluss sind eher bereit, für einen Arbeitsplatz umzuziehen (23% sind zu einem Umzug im selben Land bereit, 16% zu einem Umzug innerhalb der EU) als junge Menschen mit einem mittleren (20% bzw. 11%) oder niedrigen Bildungsabschluss (21% bzw. 10%).

Recherchequelle: Pressemitteilung Eurostat sowie „Für einen Job umziehen? Nicht in Europa“ in Die Welt

Bildquelle: Die Welt onlin

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