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Schlagzeilen der Woche

HP-Viren: Jungs impfen, um Mädchen und Frauen zu schützen

Gebärmutterhalskrebs ist die vierthäufigste Krebsart bei Frauen. Auslöser sind Humane Papillomviren (HPV), die beim Sex übertragen werden. Seit 2007 empfiehlt daher die Ständige Impfkommission (STIKO), Mädchen schon vor dem ersten Sexualkontakt gegen die gefährlichsten HP-Viren impfen zu lassen. Also schon im Alter von 9 bis 14 Jahren.

Dass sich mit Impfungen und entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen weltweit drastisch senken ließen, hat nun eine Studie belegt, über die SPIEGEL-online Ende Februar unter dem Titel „Gebärmutterhalskrebs ließe sich weltweit eindämmen“ berichtete. Mit Modellrechnungen hat das Forscherteam analysiert, dass bis zum Jahr 2069 insgesamt rund 13 Millionen Erkrankungen verhindert werden könnten, wenn bis 2020 mindestens 80 Prozent der Mädchen und jungen Frauen geimpft und 70 Prozent der Frauen im Alter von 35 und von 45 Jahren untersucht werden würden.

Laut ärtzeblatt.de allerdings liegt die Impfrate bei Mädchen derzeit bei rund 40 Prozent. Um die Infektionskette zu durchbrechen, sei eine Impfrate von mindestens 80 Prozent aller Jugendlichen nötig – und zwar auch der Jungen. Denn Jungen und Männer können HPV übertragen und somit durch Impfen wesentlich zu Gesundheit ihrer Partnerinnen beitragen. Gleichzeitig schützen sich Jungs mit einer Impfung auch selbst vor Erkrankungen, die durch HPV-Typen ausgelöst werden, etwa Mund-Rachen-Krebs. Gut zu wissen: Seit 2018 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Impfungen im entsprechenden Alterszeitraum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screeshot: Website Spiegel online

ZEIT-Serie „Prüfers Töchter“: Jugendliche und Handyfotos

Die Serie „Prüfers Töchter“ gehört zu den Seiten in der Wochenzeitung Die ZEIT, die ich gleich Donnerstagabend lese – neben „Was mein Leben reicher macht“ und ZEIT LEO, die ich meinen Kindern vorlese. Eigentlich müssten es ja die Seite 1 und Politik sein, schließlich veralten die am schnellsten. Aber irgendwie brauche ich diesen leichteren, unterhaltsamen Einstieg in die seitenstarke ZEIT. In „Prüfers Töchter“ schreibt Tillmann Prüfer jede Woche für das ZEITmagazin über den Alltag mit seinen vier Töchtern. Die sind 18, 13, zehn und vier Jahre alt. Jede Ausgabe steckt voller Liebe, Witz und sehr persönlichen Einblicken in den frauendominanten Haushalt. Hier entdeckt sich jeder wieder, der eigene Kinder hat.

Zum Beispiel beim Thema Jugendliche und Handyfotos: Unter dem Titel „Das ist voll peinlich, wenn du das postest“ denkt Tillmann Prüfer über die Foto- und Selfieaffinität seiner 13-Jährigen nach. Lotta nämlich knippst sich durch ihren Alltag und hält alles fest, was ihr wichtig ist – Essen, Zimmer, Freunde und vor allem sich selbst. „Wenn ich wissen will, was Lotta so in den letzten paar Stunden gemacht hat, lohnt es sich nicht, sie zu fragen. Ergiebiger ist es, einfach auf ihrem Handy durch die Fotos zu scrollen“, heißt es im Text. Kommt uns bekannt vor. Will der Vater es ihr gleichtun, findet Lotta das nur peinlich. Denn die Selfies unserer Generation – das müssen wir hier mal zugeben – sind gegenüber Teenie-Selfies wirklich erbärmlich. Uns fehlt das fotografische Bewusstsein. „Lotta weiß zu jeder Zeit, wie sie gerade auf einem Foto aussehen würde… Ich könnte sie nachts wecken, und sie würde mit ihrem Fotogesicht entgegenblinzeln, bevor sie bei Bewusstsein wäre.“ So ticken wir Eltern einfach nicht.

Von meinen Großeltern gibt es genau so viele Bilder, wie in zwei Fotoalben passen. Meine eigenen Eltern haben auf einer halbjährlichen Weltreise in den Siebzigern 36 Bilder gemacht, also exakt eine Filmrolle voll – und in etwa so viele, wie mein neunjähriger Sohn gestern auf einer Geburtstagfeier gemacht hat. Das ist verrückt und lässt mich rätseln: Welche Bedeutung werden Fotos wohl für unsere Enkel und Urenkel haben?

Ihre
Christine Reith

Recherchequelle: ZEITmagazin Nr. 53/2018, Handyfotos: „Das ist voll peinlich, wenn du das postest“ von Tillmann Prüfer

 

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Interessant passend zur Fasnacht: Das isst Europa

Nicht nur hier am See, in ganz Europa ist das Fasnachtstreiben eng verbunden mit besonderen Gerichten und Getränken. Bier und Schnaps, deftige Fleischgerichte und süße Leckereien wie Bonbons und Schmalzgebäck gehören fest zu den närrischen Tagen. Schließlich will es der Brauch, dass man sich vor der Fastenzeit nochmal richtig austobt.

Alkohol, Fleisch und Zucker stehen allerdings nicht nur an Fasnacht, sondern rund ums Jahr in ganz Europa ziemlich häufig auf dem Speiseplan. Dazu haben wir eine interessante Übersicht im österreichischen Gesundheitsmagazin Cure entdeckt. Die Darstellung zeigt auf der Basis mehrerer Studien und Statistiken, wie wir Europäer essen und trinken. Staunen Sie mit uns über regionale Unterschiede und

  • Gemüse und Obst: Hier gibt es ganz gute Nachrichten. 66 Prozent der Europäer essen täglich Obst und Gemüse – vor allem West- und Südeuropäer (Belgien 84 Prozent, Portugal und Großbritannien 79 Prozent, Italien 77 Prozent).

  • Vegetarisch: Die meisten Vegetarier gibt’s in Italien, Österreich und Deutschland. Es sind je zehn Prozent der Bevölkerung.

  • Fleisch: Wird (noch) richtig viel gegessen: Ganz oben mit dabei sind Luxemburg (70 Kilogramm pro Kopf und Jahr), Spanien (66 Kilogramm), Österreich (65 Kilogramm) und Deutschland (60 Kilogramm). In Rumänien isst man nur durchschnittlich 34 Kilogramm, also knapp die Hälfte.

  • Zucker: Den höchsten Zuckerverbrauch in Europa haben die Dänen mit 37 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Die Österreicher (33,4 Kilogramm) und Deutschen (33,9 Kilogramm) liegen hier dicht beieinander – nämlich bei rund 30 Stück Würfelzucker pro Tag.

  • Milch: Hier reicht die Liste beim jährlichen Pro-Kopf-Konsum von Großbritannien (102 Liter) bis Polen (38,9 Liter). Die Deutschen essen die meiste Butter (6,1 Kilogramm), die Franzosen den meisten Käse (24,6 Kilogramm).

  • Kaffee: Die Europäer lieben ihren Kaffee. Besonders viel trinkt man im Norden (Finnland 10,4 Kilogramm pro Kopf und Jahr, Niederlande 9,6 Kilogramm, Schweden 9,4 Kilogramm und Dänemark 8,2 Kilogramm. Überrascht hat uns Italien, hier verbraucht die Durchschnittsbevölkerung nur 6,7 Kilogramm Kaffee pro Jahr.

  • Alkohol: Mit 18,2 Liter reinen Alkohol pro Jahr führt Litauen die EU-Statistik an – das entspricht 2,5 Krügel Bier pro Tag! Eher abstinent leben die Malteser und Italiener mit 7,5 bzw. 7,6 Liter reinem Alkohol per anno.

Was auch immer Sie heute essen und trinken: Wir wünschen Ihnen einen wunderbaren Fasnets-Mentig und viel Freude beim Feiern!

Recherchequelle: „Wie Europa isst und trinkt“ aus Cure – das kritische Gesundheitsmagazin (STANDARD Verlagsgesellschaft)

Drei bestellt, zwei zurück: Galileo-Video zum Thema Retouren

Lange Zeit dachten wir, Onlineshops verkaufen zurückgesendete Produkte einfach direkt an den nächsten Kunden weiter. Bis wir auf Amazon Warehouse gestoßen sind, wo zurückgesendete und geöffnete Ware zu reduzierten Preisen angeboten wird. Also verkauft Amazon Retouren gar nicht regulär weiter? Klärung bringt dieser Clip der Wissenssendung Galileo. Darin wird gezeigt, wie aufwändig und teuer der Prozess der Retouren ist. Wir haben gelernt: Erst nachdenken, dann „kaufen“ klicken!

Zeiträuber Smartphone

Ein Freund von uns hat gerade mit seiner Tochter Momo gelesen und sie anschließend gefragt, was denn ihre ganz persönlichen „grauen Herren“, also Zeitdiebe sind. Spontan hat das Mädchen „Mein Smartphone“ gerufen – und damit ausgesprochen, was uns wohl alle betrifft. Hier noch kurz eine WhatsApp-Nachricht, da ein kurzes Spielchen und schon ist eine halbe Stunde vergangen. Wir schlafen sogar kürzer, weil uns das Smartphone am Schlafengehen hindert. Das hat eine Umfrage im Auftrag der Barmer ergeben. 33 Prozent der Befragten, die elektronische Geräte im Schlafzimmer haben, bleiben länger auf als beabsichtigt. Bei denen, die ohne Elektronik im Schlafzimmer auskommen, sind es nur 15 Prozent, heißt es in einer Pressemitteilung.

Beunruhigend ist auch die Erkenntnis, dass uns mit dem Handy die Langeweile flöten geht. Weil wir in jeder freien Sekunde zum Smartphone greifen – ob an der Bushaltestelle, beim Fußballtraining der Kinder oder beim Warten auf den Filmbeginn im Kino. Langeweile aber ist wichtig für unsere Kreativität und für unsere Eigenwahrnehmung. Psychologe Marc Wittmann sagt im Interview mit ZEIT Campus ONLINE, dass uns durch die permanente Handynutzung der Kontakt zu uns selbst verloren geht und wir uns gar nicht mehr richtig erleben. Denn für Fragen wie „Was ist mir wichtig? Wie geht es mir heute? Was will ich eigentlich?“ ist schlicht keine Zeit und kein Raum mehr.

Das wiederum wirkt sich auf unser Zeitempfinden aus. Der Psychologe erklärt: „Wenn wir es verlernen, es mit uns selbst auszuhalten, verlernen wir eben auch, die Zeit wahrzunehmen, und verlieren dadurch auch Lebenszeit“. In der Bewusstseinspsychologie nämlich geht man davon aus, dass der Mensch die Zeit dann wahrnimmt, wenn er sich selber wahrnimmt. Wir fühlen die Zeit also mit unserem Körper.

Vielleicht hilft es schon, dass Handy nicht immer griffbereit dabei zu haben und sich so ganz bewusst auch mal ein paar Minuten „verschwendete Zeit“ zu gönnen. Momo wäre stolz auf uns!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenshot: www.barmer.de

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