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Schlagzeilen der Woche

Corona: Bedingungsloses Grundeinkommen zur Überbrückung der Krise

Mit jedem Tag wird es deutlicher: Die Corona-Krise hat weitreichende Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft. Vor allem Kleinunternehmern, Freiberuflern und (Solo-)Selbstständigen wie uns – also Textern, Musikern, Kreativen, Schauspielern, Coaches oder Veranstaltern – drohen massive finanzielle Einbußen. Aufträge fallen weg, Projekte werden gecancelt, externe Mitarbeiter abgestoßen, um die eigenen Mitarbeiter zu schützen. „Selbstständige verlieren als Erste“, titelt Zeit Online.

Einen Lösungsvorschlag zur Überbrückung dieser auch monetär unsicheren Zeiten liefert Tonia Merz. In einer Online-Petition an Finanz-Minister Olaf Scholz fordert die selbstständige Modedesignerin ein bedingungsloses Grundeinkommen – über 800 bis 1200 Euro pro Person und zwar „schnell, unbürokratisch, zeitlich begrenzt“ für die nächsten sechs Monate. So sollen Kleinunternehmen, aber auch geringfügig Beschäftigte oder Gastonomen ohne große Rücklagen gestützt werden. „DAS würde den sozialen Absturz Tausender verhindern und gleichzeitig die Kaufkraft im Land erhalten“, heißt es in der Beschreibung.

Rund 200.000 Menschen haben die Petition bereits unterzeichnet. Vielleicht kann Ihre Stimme dazu beitragen, das Ziel von 300.000 Unterschriften rasch zu erreichen.

Verantwortung – eine sprachliche Annäherung – zum Wohle aller!

Ver­ant­wor­tung, die

Wortart: Substantiv, feminin
Worttrennung: Ver|ant|wor|tung
Bedeutung: [mit einer bestimmten Aufgabe verbundene] Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht

 

Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Ver|ant|wor|tungs|be|wusst|sein
Bedeutung: Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und zu tragen

 

ver­ant­wor­tungs­voll

Wortart: Adjektiv
Worttrennung: ver|ant|wor|tungs|voll
Bedeutungen: Verantwortungsbewusstsein habend, erkennen lassend (Quelle der 3 Begriffe: Website des Duden)

 

Verantwortung in den Wochen der Corona-Krise bedeutet, sich nicht mehr nur als Einzelperson zu begreifen. Sondern als Teil einer großen Gemeinschaft, die es vor der Krankheit zu schützen gilt. Junge müssen Infektionen vermeiden, um Alte nicht zu gefährden. Das Kollektiv wird wichtiger als das Individuum, konkrete Solidarität ist das Gebot der Stunde – was für ein Gegentrend!

Zugleich kommt es auf jeden Einzelnen und sein Verhalten an. Verantwortungsvoll handeln heißt jetzt, sämtliche Kontakte auf das mögliche Minimum zu reduzieren und die eigenen vier Wände nur noch für wirklich notwendige Anlässe zu verlassen, um seine Mitmenschen wie auch sich selbst nicht zu gefährden. Wir müssen jetzt unsere Gewohnheiten ändern und uns darauf einstellen, unser Leben zu entschleunigen. Denn nur über eine drastische Verhaltensänderung wird sich die schlagartige Streuung des Virus eindämmen lassen.

Wenn uns das gelingt, stehen uns hoffentlich nur wenige Wochen mit Einschränkungen bevor, statt dass das wirtschaftliche und soziale Leben auf lange Sicht zum Erliegen kommt. Packen wir es alle gemeinsam an – zum Wohle aller!

Corona: Panik machen oder Ruhe bewahren?

Gerade scheinen sich Bekanntenkreise zu spalten. Und zwar in jene, die panisch alle Corona-Nachrichten verfolgen, Angst vor Asiaten und Hustenden haben, Hamsterkäufe machen und am liebsten nur noch zuhause bleiben würden. Und in jene, die ganz gelassen bleiben, weiterhin auf Konzerte oder ins Theater gehen und darauf vertrauen, dass die Welle an ihnen vorüberzieht.

Doch welches Verhalten, welche Einstellung zum Corona-Virus ist angemessen? Jeder von uns spürt doch eine Gefühlsmischung, die sich je nach aktueller Nachrichtenlage oder im Gespräch mit anderen von einer Sekunde auf die andere ändern kann. Dabei scheint es dem Zeitgeist zu entsprechen, in Panik zu verfallen. „Die halbe Welt ist infiziert“, schreibt das Polit-Magazin Cicero – und meint damit nicht Corona, sondern die kollektive Panik. „Das Klima ist angespannt, die Menschen sind schreckhaft, dünnhäutig und offen für Überreaktionen“, heißt es dort. Das liege vor allem an einer Kultur der Oberflächlichkeit, an Schwarz-Weiß-Denken und einem Hang, aktuelle Ereignisse zu dramatisieren.

Auch Redakteur Alexander Unzicker von Telepolis hält Panik für gefährlich – wobei er kritisiert, dass viele aus seiner Sicht notwendigen Maßnahmen und entsprechende Warnungen einfach als Panikmache abgetan werden. Es sei aktuell notwendig, sich aus der Komfortzone herauszubewegen und eben das löse bei vielen Menschen (und Politikern) tiefsitzende Ängste aus. Um einen Schaden von der Gesamtbevölkerung abzuwenden, sei jeder einzelne gefragt, sein Verhalten zu überdenken und zu ändern. Dabei müssen laut Alexander Unzicker auch „radikale“ Maßnahmen wie das Tragen von Masken, Abstand halten oder das Schließen von Betrieben und Schulen in Betracht gezogen werden. In seinem Beitrag „Coronavirus: Europa planlos“ arbeitet er auf spannende Weise die aktuelle Zahlenlage heraus und bereitet diese verständlich auf. Lesen Sie mal rein – vielleicht wird der Beitrag Ihre Sicht auf Corona auch wieder ein Stück verschieben, ob in die eine oder andere Richtung.

Recherchequellen:
Angst vor dem Coronavirus – Wider den panischen Superlativ!“, Cicero – Magazin für politische Kultur vom 8. März 2020 „Coronavirus: Europa planlos“, Telepolis vom 7. März 2020

Urlaub zwischen Flugscham und Overtourism

Nachhaltigkeit spielt für uns als Familie nicht nur im Alltag, sondern auch in den Ferien eine wichtige Rolle. Doch wie verreist man „enkeltauglich“? Das – so fasst der ZeitOnline-Beitrag „Endlicher Spaß“ zusammen – hängt natürlich schon mit der Wahl des Verkehrsmittels zusammen. Schließlich ist der Tourismus für acht Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Flugzeug und das Kreuzfahrtschiff sind damit schonmal aus dem Rennen.

Nachhaltigkeit betrachtet allerdings auch soziale Komponenten wie den immer stärker werdenden Overtourism, also die Überfüllung beliebter Reiseziele. Es begeben sich einfach zu viele Leute an dieselben Orte wie Rom, Venedig, Amsterdam oder Mallorca. An den Hotspots stehen sich die Touristen gegenseitig auf den Füßen, Angebote für Einheimische werden zurückgedrängt und Wohnraum wird durch AirBnB- und Ferienwohnungen für die Bevölkerung immer knapper. „Der Massentourismus, der mit Sehnsüchten handelt, bewegt sich, kurz gesagt, an der Grenze zum Asozialen“, heißt es in der Zeit.

Einige Städte gehen schon gegen den Tourismus vor. „In Barcelona haben die Leute eine Verwaltung gewählt, die keine neuen Hotels in der Innenstadt mehr genehmigt. Dubrovnik hat die Zahl der anlandenden Kreuzfahrtschiffe begrenzt. In Rom darf man sich nicht mehr auf die Spanische Treppe setzen.“ Und auch radikalere Ansätze werden erforscht – zum Beispiel eine Umverteilung von Touristen auf alternative Reiseziele oder Unfair-Tourism-Siegel.

Letztendlich gilt beim Reisen wie in allen Lebensbereichen: Wir Konsumenten haben die Macht und können mit jeder einzelnen Kauf- bzw. Buchungsentscheidung dazu beitragen, die Welt von heute für morgen zu erhalten. Probieren Sie’s mal aus – ein Zelturlaub an der Ostsee oder eine Radtour durch Italien kann da ein wunderbarer erster Schritt sein!

Latein: Braucht das noch jemand?

Auf der Suche nach einem passenden Gymnasium für den Nachwuchs kommen Eltern an einer Frage nicht vorbei: Latein ja oder nein.

Latein macht bei späteren Arbeitgebern einen guten Eindruck, erleichtert den Zugang zu anderen Fremdsprachen wie Spanisch oder Französisch und fördert das Entschlüsseln von Fachwörtern – so hört man es oft aus dem Bildungsbürgertum. Eine „tote Sprache“ zu erlernen sei verschwendete Zeit und Energie – meinen die anderen.

Doch was sagen eigentlich wissenschaftliche Studien zu diesem Thema? Das fasst der ZeitOnline-Artikel „Klüger dank Latein“ wunderbar zusammen. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Schüler mit Lateinkenntnissen lernen nicht leichter Spanisch als Schüler mit Französischkenntnissen.

  • Lateinschüler denken nicht logischer als andere Schüler.

  • Schüler lernen tatsächlich leichter Deutsch, wenn sie Latein haben – vor allem Schüler mit Migrationshintergrund und Zweitsprache Deutsch.

  • Bewerber mit Lateinkenntnissen werden bei sonst gleichem Profil häufiger zu Bewerbungsgesprächen eingeladen (nichtrepräsentative Umfrage).

Die Studien, zum Beispiel von Ludwig Haag von der Universität Bayreuth und Elsbeth Stern von der ETH Zürich, widerlegen also so manchen Lateinmythos. Sie zeigen aber eben auch, wie viele Menschen – und vor allem Arbeitgeber – immer noch an den wundersamen Effekt des Lateinunterrichts glauben, was echte „Marktvorteile“ bringen kann. Latein ja oder nein ist also doch auch eine Frage des Geschmacks, und die kann ja vielleicht auch der Nachwuchs selbst mitentscheiden.

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