11. März 2024

An meine Haut lasse ich nur Wasser – und Abfall

Würden Sie auf die Idee kommen, sich nach dem Marmeladekochen die übriggebliebenen Himbeerkerne ins Gesicht zu schmieren? Oder den vom Frühstücksgetränk verbliebenen Kaffeesatz im Haar zu verteilen? Das Team von No Planet B hatte diesen kuriosen Einfall. Das Start-up sammelt Abfallprodukte von Lebensmitteln und verarbeitet sie zu Cremes, Shampoos und Conditionern.

Das Gründerpaar Jessica und Sebastian Wölke findet nämlich: Mit dem vermeintlichen Abfall landen viele gute Inhaltsstoffe auf dem Müllberg, die sich bestens für die Körperpflege eignen. Denn aus den Kernen, aus zermahlenen Früchten oder auch aus den überzähligen Blüten aus dem Obstanbau lassen sich nachhaltig Öle und andere Rohstoffe herstellen, ohne dafür neue Ressourcen zu beanspruchen. „Upcycling“ von Reststoffen nennen die Bielefelder Unternehmer das.

Um an die wertvollen Abfallprodukte heranzukommen, laufen die Mitarbeiter von No Planet B jetzt aber natürlich nicht von Haustür zu Haustür und fragen nach dem Biomüll. Die Gründer setzen auf die große Nummer und spinnen ein wachsendes Netzwerk mit der Lebensmittelindustrie.

Das Fachmagazin absatzwirtschaft hat das Unternehmen im Beitrag „Upcycling vs. Greenwashing: Was ist wirklich nachhaltig?“ vorgestellt, gleichzeitig aber auch die Begrifflichkeit, mit der das Unternehmen wirbt, hinterfragt. Warum ist „Upcycling“ nach Ansicht eines Experten von der Deutschen Umwelthilfe nicht der passende Ausdruck? Und ist diese Form der Rohstoffgewinnung wirklich nachhaltig? Um sich diese Frage zu beantworten, lesen Sie gerne einfach den Beitrag im Fachmagazin. Wenn ein Text von vielen Menschen gelesen wird, ist das doch vielleicht auch eine Art Recycling, oder?