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Schlagzeilen der Woche

Plastikfreier Getränkemarkt

Konsequent umweltfreundlich sein, obwohl es den eigenen Umsatz oder gar die eigene Existenz gefährdet – das finden wir ganz schön cool. Getränkehändler Hans-Peter Kastner aus Stuttgart-Vaihingen ist so ein cooler Typ. Zwölf Wochen lang hat er das gesamte Fremdleergut der Kategorie „Einweg“, das seine Kunden als Pfand zu ihm zurückbringen, gesammelt. Am Ende stand er vor einem Berg aus 52 Säcken mit insgesamt 10.400 Plastikflaschen und Dosen, die auf dem Müll landen werden.

„Wir fordern alle Kunden auf, diesen Wahnsinn zu beenden!!!“, schreibt er daraufhin bei Facebook und verkündet, ab Ende Juli 2019 keinerlei Plastik oder Dosen mehr anzubieten – als erster Getränkehändler in ganz Deutschland.

Der Post hat eine Welle ausgelöst: 3,6 Millionen Menschen haben den offenen Brief gelesen, geliked, kommentiert. Alle großen Medien haben das Thema aufgegriffen – darunter WirtschaftsWoche, SWR Landesschau, Stern TV, Brisant, Bild oder Welt. Auf Facebook und in Talkshows berichtet Hans-Peter Kastner seitdem davon, wie er Alternativen für plastikverpackte Getränke wie Bier, Säfte und Sprudel sucht. Energy Drinks sind schonmal ganz aus dem Sortiment geflogen. Für andere Getränke führt der engagierte Getränkehändler intensive Gespräche mit Zulieferern, aber auch Kunden. Viele von ihnen sind überrascht, dass die Plastikflaschen nicht wiederbefüllt, sondern entsorgt werden. Eine wichtige Aufklärungsarbeit!

Wir wünschen Hans-Peter Kastner ganz viel – auch wirtschaftlichen – Erfolg für sein Vorhaben und vor allem viele Nachahmer. Schade, dass wir nicht in Stuttgart wohnen, wir würden auf jeden Fall bei Ihnen einkaufen!

„Wenn ich betriebswirtschaftlich an den Punkt komme, dass ich Plastikmüll verkaufen muss, um zu überleben, dann schließe ich meinen Betrieb. Denn ich habe kein Problem damit, meinen Kindern zu sagen, dass ich gescheitert bin. Ich habe aber ein Problem damit, meinen Kindern zu sagen, dass ich nichts gegen die Umweltver-schmutzung getan habe.“ Hans-Peter Kastner, 17.06.2019 auf Facebook

Screenshot: Website Getränke Kasnter

Entdeckertour: Mit Commissario Salvo Montalbano in das sizilianische Küstenstädtchen Vigàta

Die literarische Reise nach Sizilien mit den wundervollen Büchern von Andrea Camilleri fesselt vom ersten bis zum letzen Band. Erschienen sind insgesamt 26 Kriminalromane mit Comissario Montalbano, von denen 22 in deutscher Übersetzung bei Bastei Lübbe erschienen sind. Ein Fall ist spannender als der andere. Seit einigen Jahren gehören wir zu den treuen und begeisterten Lesern.

Seit ich die die erste Verfilmung gesehen habe, bin ich großer Fan von Luca Zingarelli. Hätte ich mir beim Lesen ein Bild von dem launischen Komissar Salvo Montalbano gemacht, hätte er genau so aussehen und sein müssen. Am liebsten schaue ich mir die Episoden im italienischen Original an und warte immer gebannt, dass er sagt: „Montalbano sono„.

Im Juli 2019 ist der Autor und Regiseur Andrea Camilleri nun im Alter von 93 Jahren verstorben. Ein Grund mehr, die Bücher mal wieder aus dem Regal zu nehmen, eines nach dem anderen zu verschlingen und dabei zu prüfen, ob oder welche Bände uns in dieser Sammlung eventuell noch fehlen!
Sie haben noch keinen dieser Romane gelesen? Dann begeben Sie sich schleunigst auch auf diese Entdeckertour!

 

Videotipp zur App „Ein guter Tag hat 100 Punkte“

Mit dem Fahrrad fahren, weniger Fleisch essen, gebrauchte Kleidung kaufen: Man kann jeden Tag eine Menge tun, um das Klima zu schonen. Kürzlich haben wir hier im Blog die App „Ein guter Tag hat 100 Punkte“ vorgestellt. Dabei handelt es sich quasi um einen Test zum Berechnen des persönlichen ökologischen Fußabdrucks. Hinter dem Punktesystem steht die Idee, dass jeder Weltbürger nur maximal 6,8 Kilo CO2 am Tag verbrauchen sollte.

Die Bloggerin „FräuleinÖko“ hat die App ausführlich getestet und auf Youtube ein Video dazu erstellt.  Der 30-minütige Clip gibt einen guten Überblick darüber, was alles auf unsere CO2-Bilanz einzahlt und welche Produkte und Dienstleistungen besonders klimaschädlich sind. So kann man seine ganz persönlichen Gewohnheiten gut reflektieren und vielleicht an der ein oder anderen Stelle optimieren. Unser Auto jedenfalls bleibt jetzt öfters mal vor der Türe stehen – ist einfach eine echte CO2-Schleuder!

 

Gesunde Ernährung: Möglichst viel selber machen

Je mehr wir uns mit dem Thema Ernährung beschäftigen, desto kritischer betrachten wir die Produkte im Supermarktregal. Verarbeitete Lebensmittel enthalten einfach unverhältnismäßig viel Zucker, künstliche Zusatzstoffe, Aroma- und Farbstoffe, Glutamat und schlechte Öle. Mithilfe der App CodeCheck, die wir hier im Blog schon einmal vorgestellt haben, kann man viele Sünden der Lebensmittelindustrie wie etwa den Einsatz von Palmöl aufdecken. Doch einiges bleibt im Verborgenen.

Da hilft nur eins: Möglichst viel selber machen – egal ob Pasta- und Salatsaucen, Desserts, Aufstriche, Kekse oder Brühen. Das kostet zwar etwas mehr Zeit. Aber nur so kann man wirklich wissen, was man seinem Körper zuführt. Im Internet finden sich wirklich interessante Rezepte für gängige Industrieprodukte.

 

 

Auf der Seite von Primal Stale sind wir auf „9 gesunde Alternativen zu verarbeiteten Lebensmitteln“ gestoßen – darunter Joghurt, Eis, Ketchup oder Pommes. Selbstgemacht und ohne Unmengen an Industriezucker können diese Speisen nämlich durchaus gesund sein. Probieren Sie es doch mal aus – Verpackungsmüll sparen Sie dabei gleich mit!

Screeshot Website: www.primal-state.de

Bürohund: Wie gestaltet sich die Rechtslage?

Sie sorgen für weniger Stress auf der Arbeit, liefern jede Menge Gesprächsstoff und verbessern dadurch das Betriebsklima: Hunde im Büro werden immer beliebter. Abgesehen davon, dass der Vierbeiner dadurch nicht den ganzen Tag alleine zu Hause verbringen muss, wirkt sich das obligatorische Gassi-Gehen an der frischen Luft in der Mittagspause außerdem positiv auf die Gesundheit von Arbeitnehmern aus.

Doch so viele Vorteile ein Bürohund auch haben mag: Für manche Mitarbeiter ist ein Hund am Arbeitsplatz der reinste Albtraum. Die einen leiden möglicherweise an einer Allergie, die anderen haben Angst, gebissen zu werden, und wieder andere befürchten, ihre Arbeitsunterlagen könnten angeknabbert werden.

Aber wie sehen die arbeitsrechtlichen Vorschriften zu Bürohunden letztlich aus? Wer entscheidet, ob Hunde auf der Arbeit erlaubt oder verboten sind? Und was geschieht, wenn Arbeitnehmer gegen das Hundeverbot am Arbeitsplatz verstoßen? Nützliche Infos zum Thema Bürohund erhalten Sie auf dem Ratgeberportal arbeitsrechte.de.

Haben Beschäftigte ein Recht darauf, ihren Hund mit zur Arbeit zu bringen?

Laut § 106 der Gewerbeordnung (GewO) verfügt der Arbeitgeber über ein sogenanntes Weisungsrecht. Demzufolge liegt die Entscheidung für oder gegen einen Bürohund allein in seiner Hand. Beschäftigte dürfen demzufolge nicht einfach beschließen, ihren Hund mit ins Büro zu bringen, sondern müssen das Ganze vorher mit dem Chef abklären.

Bei seiner Entscheidung ist dieser dazu verpflichtet, sich an den Grundsatz der Gleichbehandlung zu halten. Er darf also einem Mitarbeiter nicht gestatten, seinen Vierbeiner mitzubringen, während er dies einem anderen gleichgestellten ohne triftigen Grund verbietet. Weiterhin muss sich sein Beschluss nicht auf alle Hunde auf der Arbeit beziehen.

Schließlich eignet sich nicht jeder Bello als Bürohund. Manche sind schlichtweg unerzogen, bellen ununterbrochen oder reagieren aggressiv auf laute Geräusche. Kann der Arbeitgeber Gründe dafür anführen, weshalb er beispielsweise einem Hund die Anwesenheit im Büro erlaubt, einen anderen jedoch lieber nicht als Teil des Teams haben möchte, so kann er dies in der Regel auch durchsetzen.

Die entsprechende Entscheidung des Arbeitgebers zum Thema Bürohund sollte entweder (falls vorhanden) in der Betriebsvereinbarung oder alternativ in einer zusätzlichen Vereinbarung zum Arbeitsvertrag festgehalten werden, damit es im Nachhinein nicht zu Verwirrungen oder Unsicherheiten kommt.

 Womit müssen Arbeitnehmer rechnen, die gegen das Verbot verstoßen?

Es existieren mehrere Situationen, die den Chef mehr oder weniger dazu zwingen, Hunde am Arbeitsplatz zu verbieten. Allgemein gilt jedoch: Sobald der Vierbeiner die Arbeitsabläufe im Unternehmen behindert, muss er das Büro wieder verlassen. Hat der Arbeitgeber sich gegen einen Bürohund entschieden, müssen sich Arbeitnehmer auch an dieses Verbot halten.

Tun sie es nicht, kann zunächst einmal eine Abmahnung in ihrer Personalakte landen. Kreuzen Mitarbeiter allerdings wieder und wieder mit ihrem Vierbeiner im Büro auf, obwohl der Chef dies explizit nicht möchte, kann in der Regel eine verhaltensbedingte Kündigung auf sie zukommen.

Wir danken dem VFR Verlag für Rechtsjournalismus GmbH für diesen Gastartikel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenshot: www.arbeitsrechte.de

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