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Schlagzeilen der Woche

Zeiträuber Smartphone

Ein Freund von uns hat gerade mit seiner Tochter Momo gelesen und sie anschließend gefragt, was denn ihre ganz persönlichen „grauen Herren“, also Zeitdiebe sind. Spontan hat das Mädchen „Mein Smartphone“ gerufen – und damit ausgesprochen, was uns wohl alle betrifft. Hier noch kurz eine WhatsApp-Nachricht, da ein kurzes Spielchen und schon ist eine halbe Stunde vergangen. Wir schlafen sogar kürzer, weil uns das Smartphone am Schlafengehen hindert. Das hat eine Umfrage im Auftrag der Barmer ergeben. 33 Prozent der Befragten, die elektronische Geräte im Schlafzimmer haben, bleiben länger auf als beabsichtigt. Bei denen, die ohne Elektronik im Schlafzimmer auskommen, sind es nur 15 Prozent, heißt es in einer Pressemitteilung.

Beunruhigend ist auch die Erkenntnis, dass uns mit dem Handy die Langeweile flöten geht. Weil wir in jeder freien Sekunde zum Smartphone greifen – ob an der Bushaltestelle, beim Fußballtraining der Kinder oder beim Warten auf den Filmbeginn im Kino. Langeweile aber ist wichtig für unsere Kreativität und für unsere Eigenwahrnehmung. Psychologe Marc Wittmann sagt im Interview mit ZEIT Campus ONLINE, dass uns durch die permanente Handynutzung der Kontakt zu uns selbst verloren geht und wir uns gar nicht mehr richtig erleben. Denn für Fragen wie „Was ist mir wichtig? Wie geht es mir heute? Was will ich eigentlich?“ ist schlicht keine Zeit und kein Raum mehr.

Das wiederum wirkt sich auf unser Zeitempfinden aus. Der Psychologe erklärt: „Wenn wir es verlernen, es mit uns selbst auszuhalten, verlernen wir eben auch, die Zeit wahrzunehmen, und verlieren dadurch auch Lebenszeit“. In der Bewusstseinspsychologie nämlich geht man davon aus, dass der Mensch die Zeit dann wahrnimmt, wenn er sich selber wahrnimmt. Wir fühlen die Zeit also mit unserem Körper.

Vielleicht hilft es schon, dass Handy nicht immer griffbereit dabei zu haben und sich so ganz bewusst auch mal ein paar Minuten „verschwendete Zeit“ zu gönnen. Momo wäre stolz auf uns!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenshot: www.barmer.de

Ungewöhnliche Rubrik: Redaktionelle Nachrufe im Berliner Tagesspiegel

„Vorbei, ein dummes Wort!“ Mit diesem Goethe-Zitat als Leitmotiv erscheinen jeden Freitag im Berliner Tagesspiegel Nachrufe. Und zwar redaktionelle Nachrufe auf ganz normale Berlinerinnen und Berliner, die vor Kurzem gestorben sind. Junge Menschen, alte Menschen, Kinder, Menschen jeder Schicht und jeden Schlags. Exemplarische Schicksale, die für die vielen unbekannten Helden des Alltags stehen.

Mehr als 2.000 solcher Texte sind schon erschienen, 851 stehen aktuell online – und jeder lohnt sich, gelesen zu werden. Einfühlsam, berührend und voller Respekt für das Leben erzählt das Autorenteam um David Ensikat Geschichten über Menschen, die man ohne diese Rubrik wahrscheinlich nie erfahren hätte. Die Schicksale gehen unter die Haut und wirken vor allem so intensiv, weil die Textqualität hoch und die Beiträge nie rührselig oder reißerisch sind.

Aber man braucht ehrlich gesagt schon ein dickes Fell, um sich durch diese deutschlandweit wohl einmalige Rubrik zu lesen. Beim jüngsten Nachruf auf den 19-jährige Moritz Kwasigroch schreibt ein Kommentator: „Selbst als ausgewachsener Mann musste ich beim Lesen dieses Nachrufes bitterlich weinen.“ Und er hat Recht.

Plötzlich berühmt: ZEIT-Interview mit der Newcomerband AnnenMayKantereit

Als die Band AnnenMayKantereit anfing, berühmt zu werden und nicht mehr nur kleine Clubs, sondern große Konzerthallen zu füllen, zieht sich Frontmann Henning May erstmal zurück. „Ich habe mich isoliert und versucht, mich zu betäuben“, sagt er in einem Interview für den ZEIT-Podcast Frisch an die Arbeit, welches wir Ihnen heute ans Herz legen möchten.

Denn Henning May und Redakteurin Leonie Seifert geht darin intensiv der Frage nach, wie es ist, als junger Mensch erfolgreich zu sein. Wie es ist, von heute auf morgen Aufmerksamkeit von Medien und Fans zu bekommen. Und wie es ist, so viel Geld zu verdienen, das es locker für die nächsten zehn Jahre reicht. Henning May antwortet wunderbar authentisch, ehrlich und reflektiert. Der 27-Jährige spricht über „wunde Punkte“ in seiner Biografie, eine Jugend unter dem Stern der Bekanntheit und über die Sehnsucht, sich unbeschwert zu verlieben, ohne dass dabei die Berühmtheit eine Rolle spielt.

Sympathischer Typ – denken wir nach dem Interview. Noch mehr Grund, uns auf das Konzert auf dem Southside zu freuen! Die Karten sind ja längst gekauft


Gespräche charmant beenden – mit der Blinzeltechnik

Haben Sie auch das Gefühl, dass es immer weniger Menschen gibt, die wirklich gut zuhören können? Mit denen ein Gespräch Freude macht, weil beide Gesprächspartner echtes Interesse aneinander haben, es zu einem guten Austausch kommt und beide einen ähnlichen Redeanteil haben?

Ich jedenfalls finde es ganz schön frustrierend, wenn Gespräche im Monolog enden und ich gezwungen werde, langatmigen Ausschweifungen bis zum Ende zuzuhören. Doch wie kommt man raus aus solch einer Gesprächssituation – und zwar, ohne unhöflich zu wirken?

In der FAZ sind wir auf eine besondere Blinzeltechnik gestoßen, die man für solche Fälle als kommunikativen Nothalt-Knopf beschreiben könnte. Entdeckt haben diese Technik Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen, die das Blinzeln im direkten Gespräch untersucht haben.

Ihr Ergebnis: Besonders langsames Blinzeln mit einer Dauer von rund 600 Millisekunden versteht das Gegenüber als Signal mit der Bedeutung „Ich habe von dir genügend Informationen bekommen“. Dabei spiele die Empathie des Sprechers keine Rolle. Was wichtig ist, denn es sind tendenziell eher unempathische Selbstdarsteller, die sich in ausschweifenden Monologen verlieren.

Wunderbar, oder? Ich freue mich schon darauf, das langsame Blinzeln auszuprobieren und in der echten Kommunikation zu testen. Einer meiner Kollegen ist da ein tolles Versuchsobjekt 😉

Recherchequelle: FAZ.net: „Studie zum Blinzeln: Genug geredet“ vom 31.12.2018

Danke DSGVO! Nachdenken über das Datensammeln und -archivieren

Die neue Europäische Datenschutz-Grundverordnung ist nun schon ein paar Monate alt und die Aufregung um das Thema hat sich erstmal wieder gelegt. Klar, die DSGVO hat viele bürokratische To-Dos generiert. Aber sie hat uns auch – das müssen wir zugeben – etwas wachgerüttelt und das Bewusstsein für die Wichtigkeit eines sensiblen Umgangs mit Daten geschärft.

Privat zum Beispiel achten wir nun viel mehr darauf, wo überall Konten mit unseren Daten hinterlegt sind und lassen diese mitunter löschen. Bei jedem Katalog und jedem Mailing, das im Briefkasten oder Mailprogramm landet, kann man sich fragen: Warum bekomme ich das? Warum hat diese Firma meine Daten? Und: Will ich die Werbemaßnahme in Zukunft auch erhalten? Wenn nein, lassen wir uns einfach aus dem Verteiler löschen.

Auch im Agenturalltag hat uns die DSGVO veranlasst, intensiv über den Sinn und Nutzen von Datenarchivierung und Datensammeln nachzudenken. Denn eins ist klar: Pressearbeit hat viel mit „Aufheben“ zu tun. Ohne die Historie funktioniert PR nicht, denn Schritt für Schritt bauen sämtliche Tätigkeiten auf die Stufe davor auf. Zum einen geht es natürlich um die Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien, deren Archivierung wir unseren Kunden anbieten. Für diesen Bereich der Medienbeobachtung – also Monitoring, Pressespiegel und Medien-Analysen – setzen wir auf einen externen Dienstleister. Landau Media übernimmt den Clippingdienst und ermöglicht uns einen aktuellen Überblick über die Ergebnisse unserer Medienarbeit.

Zum anderen geht es um die Kontaktdaten von Journalisten, Multiplikatoren und Partnern. Hier waren wir von Beginn an gut aufgestellt und arbeiten seit unserer Gründung mit umfassenden Datenbanken für die Redaktionskontakte sowie einem Programm, das E-Mails personalisiert versendet und Doubletten aussortiert. Neuerdings nutzen wir die Versandoption für Pressemeldungen direkt aus der Datenbank des Anbieters Zimpel. Das ist DSGVO-tauglich und technisch praktisch. Und auch im Newsletter-Bereich entwickeln wir uns stetig weiter: Aktuell haben wir ein webbasiertes Newsletter-Programm implementiert, über das wir für Kunden gestaltete Mailings verenden können, inklusive automatischer Abmeldefunktion für die Empfänger.

Sie sehen: Wir arbeiten kontinuierlich daran, Ihre Aufträge mit weniger zeitlichem und personellem Aufwand umzusetzen und dabei die Vorzüge technischer Entwicklungen bestmöglich zu nutzen – selbstverständlich gemäß der aktuellen Datenschutzregeln.

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