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Schlagzeilen der Woche

Der Nachwuchs kommuniziert in Bildern

Ich persönlich finde es immer noch irgendwie peinlich, Menschen dabei zu beobachten, wie sie Selfies machen. Diese dauernde Selbstdarstellung und das Gepose bringen mich zum Fremdschämen. Doch wahrscheinlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich mich endgültig an das ewige Sich-selbst-Fotografieren gewöhne, denn: In meinem Haushalt wohnt ein Zehnjähriger, der schon bald die Sozialen Medien für sich entdecken und dann – wie alle älteren Kinder um uns herum – ständig sich und alles andere um sich herum fotografieren wird.

Wie der Alltag mit solch einem Jugendlichen aussieht, hat die zweifache Mutter und FAZ-Redakteurin Sonia Heldt in ihrem Beitrag „Instagram und Snapchat: So kommuniziert unser Nachwuchs“ beschrieben. Der Text zeigt herrlich amüsant auf, wie clever „die Jugend von heute“ Bilder nutzt und diese mit Text- und Sprachnachrichten kombiniert, um untereinander (!) zu kommunizieren, etwa auf Snapchat, Instagram und Whatsapp. Wir Erwachsenen bleiben da erstmal außen vor. Sonia Heldt schreibt: „Während wir alten Facebook-Hasen also langsam Instagram für uns entdecken und denken, wir wären modern und auf dem neuesten Social Media-Stand, haben uns die Digital Natives schon längst wieder virtuell ausgesperrt und tummeln sich auf einer neuen Spielwiese. Sie schaukeln auf Snapchat und wir sollen ruhig weiter im Sandkasten spielen.“ Köstlich – und so wahr!

Klar, jede Generation nutzt neue Wege der Kommunikation und schon immer fanden die Älteren das besorgniserregend. Ich wünsche meinen Kindern trotzdem, dass sie sich nicht allzu blenden lassen von dem schicken Schein auf Insta und Co. Dass sie echte Freunde haben, die sie real treffen und mit denen sie so vielfältige Erfahrungen machen können wie ich als Jugendliche. Und dass sie mich nicht morgens mit Augenringen, zerzausten Haaren und Kaffeedurstblick irgendwo posten – das vor allem 😉

Langzeitgarderobe statt Wegwerfklamotten

Laut Greenpeace-Studie besitzt jede erwachsene Person in Deutschland durchschnittlich 95 Kleidungsstücke. Aber: Jedes fünfte Kleidungsstück (19 Prozent) wird so gut wie nie getragen. Zahlen wie diese haben die beiden jungen Schweden August Bard Bringéus und Jakob Dworsky bewogen, das Modelabel Asket (griechisch: Verzicht) zu gründen. Mit ihrem Angebot an Männer-Basiskleidung in minimal-skandinavischen Stil unterscheiden sie sich wesentlich von der restlichen Modebranche:

  • Keinerlei Saisonware, sondern eine einzige Kollektion mit zeitlosen Essentials

  • Alle Artikel in fünf bis sieben zeitlosen Farben

  • Ausgeklügeltes Größensystem mit 15 verschiedenen Größen (5 Größen mit je 3 Längen)

  • Lange Lebensdauer durch hochwertige Materialien und Designs

  • Faire Preise, die auf der Website transparent gemacht werden (z.B. Shirt: 5,10 Euro für Stoff, 3,40 Euro für Lohn, 0,50 Euro für Transport…)

  • Nachhaltigkeit in sämtlichen Prozessen

  • Transparente und faire Produktionsbedingungen, bei jedem Produkt wird die Fabrik bekannt gegeben

  • Vertrieb ausschließlich in Online-Shop; Verzicht auf Mittelhändler, teure Retailflächen und traditionelles Marketing

  • Keine Sonderangebote (am Black Friday blieb der Onlineshop sogar geschlossen)

  • Im Stockholmer Showroom der Marke gibt es einen „Clothing Spa & Repair Shop“, in dem umsonst repariert und aufgefrischt wird

Wir haben das Gefühl, dass das Modelabel alles richtig gemacht hat. Da bleibt uns nur zu hoffen, dass Asket auch bald Frauenkleidung anbietet – wir wären dabei!

 

 

Screenshot www.asket.com

 

 

Recherchequellen: „Die Mode-Verweigerer aus Schweden“, Handelsblatt und „Das letzte Hemd: Asket setzt auf langlebige Basics“, Süddeutsche Zeitung

Podcast-Tipp: „180 Grad“ von betterplace.org und Lukas Klaschinski

Ein Schwerverbrecher und Mörder, der zum Yogi wird. Ein Junkie, der den Ironman schafft. Ein junges Mädchen, deren Bruder ermordet wird und die Licht und Liebe in die Welt bringen will. Solche wahren Gänsehautgeschichten erzählt der Podcast 180 Grad.

Der Name kommt von dem alles verbindenden Motiv, dass es um Menschen geht, die ihr Leben um 180 Grad gedreht haben und nun in eine völlig neue Richtung geht. Menschen, die sich ein neues Ziel gesetzt haben: eine bessere Welt. Nichts muss so bleiben, wie es war, und jeder hat das Potential, sein Leben zu verändern – diese Grundidee und zugleich die beeindruckenden Persönlichkeiten und der hintergründige Interviewer machen den Podcast zu einer echten Perle.

Die Macher des Podcast sind der Moderator Lukas Klaschinski und Deutschlands größte Spendenplattform Betterplace.org. Die portraitierten Menschen sind die Leute, die hinter den Hilfsprojekten auf betterplace.org stehen und bereit sind, ihre Geschichten zu erzählen. Mal voller Stolz, mal mit Schuld und Scham auf das „alte“ Leben. Aber – wie wir finden – immer mit viel Mut. Dank, dass Ihr Eure Geschichten mit uns teilt!

Achtung, dieser Podcast macht süchtig! Bisher gab es 180 Grad nur bei Audible, jetzt ist der Podcast auch kostenlos bei anderen Anbietern wie zum Beispiel Spotify hörbar.

 

 

 

Betterplace-Logo

 

Entdeckertour: Philosophieren mit Rigo und Rosa

Die beste Entdeckung unseres Sommer ist das Buch „Rigo und Rosa“ von Lorenz Pauli, das die Illustratorin Kathrin Schärer wundervoll bebildert hat. Seit wir das Buch, das im orell füssli Verlag erschienen ist und 2017 den Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis bekommen hat, zum ersten Mal aufgeschlagen haben, hat uns unser 8-jähriger Sohn jeden Abend eine Geschichte vorgelesen.

An Schlafen war danach aber nie sofort zu denken – denn wir mussten die Geschichte nochmals revue passieren lassen und ausgiebig darüber reden …
Jetzt da das Buch durchgelesen und zugeklappt ist, fehlen uns die beiden schon sehr – die pfiffige Maus Rosa und der überaus gutmütige Leopard Rigo.

Wir hätten gerne noch länger an ihren gemeinsamen Erlebnissen teilgenommen!

Influencer bekommen immer weniger Likes auf Instagram

Die Interaktionsrate auf Instagram sinkt. Und zwar bei privaten Posts ebenso wie bei gesponserten Posts von Influencern. Eine Studie der Marketingfirma InfluencerDB hat herausgefunden, dass die Interaktionsrate im ersten Quartal 2019 bei normalen Beiträgen bei 1,9 Prozent lag, drei Jahre zuvor waren es noch 4,5 Prozent gewesen. Bezahlte Posts haben nur noch eine Interaktionsrate von 2,4 Prozent, 2016 waren es 4 Prozent. Als Grund nennen die Studien-Macher die stetig steigende Flut von Posts in dem Netzwerk. Am besten schneiden noch Reise-Influencer und die sogenannten Micro-Influencer ab, also kleine Accounts mit 1.000 bis 5.000 Followern. Man könnte sagen: Je kleiner die Anhängerschaft, desto enger die Verbundenheit.

Recherchequelle: „Soziale Netzwerke: Influencer kriegen immer weniger Likes auf Instagram“, Gründerszene.de und „InstagramStudie: Influencer verlieren immer mehr an Relevanz“, Spiegel.de

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