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Schlagzeilen der Woche

Tägliches Vorlesen erleichtert das Lesenlernen

Lesenlernen ist kein Kinderspiel. Die beste Unterstützung auf dem Weg zum Selberlesen – so lautet das Kernergebnis der aktuellen Vorlesestudie 2018 – ist das Vorlesen. Die Untersuchung hat herausgefunden, dass Kindern das Lesenlernen besonders leichtfällt, wenn ihnen zuhause regelmäßig vorgelesen wird. Rund zwei Drittel der Grundschüler kommen in diesen Genuss.

Doch was ist mit dem Rest? Das ist die traurige Nachricht der Studie: Kinder, die ihre Lesefähigkeit als eher schlecht einschätzten, gaben an, dass ihnen zuhause selten oder nie vorgelesen wird. Jedes dritte Kind mit wenig Vorleseerfahrung gab an, Schwierigkeiten beim Lesenlernen zu haben. Die Kinder sind beim Lesenlernen besonders ungeduldig, empfinden den Prozess des Lesenlernens als anstrengend und haben Probleme, sich auf längere Geschichten zu konzentrieren oder sich diese vorzustellen.

Dabei würden 15 Minuten Vorlesen pro Tag schon reichen. Die Projektbeteiligten – die Stiftung Lesen, Die Zeit und die Deutsche Bahn Stiftung – rufen Eltern dazu auf, das Vorlesen fest in den Alltag zu integrieren, und ermutigen Schulen, auch neben dem Unterricht lesefördernde Maßnahmen zu ergreifen. „Jedes Kind muss an seiner Schule Angebote zum Lesen finden, auch außerhalb des Unterrichts. Denn neben der Lesekompetenz geht es um die Praxis, das Tun und die Freude daran“, sagt Rainer Esser, Geschäftsführer der Zeit-Verlagsgruppe.

Die Vorlesestudie wird seit 2007 jährlich durchgeführt. Auch bei den vergangenen Befragungen gab es spannende Erkenntnisse, zum Beispiel:
– In 30 Prozent der Familien mit Kindern zwischen zwei und acht Jahren wird selten oder gar nicht vorgelesen, besonders in Haushalten aus bildungsfernen Schichten. (2013)
– Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, sind allgemein erfolgreicher in der Schule. Sie haben in Deutsch, Mathe und Fremdsprachen bessere Noten als Kinder, denen nicht vorgelesen wird. (2011)
– Vorlesen hat eine längerfristige soziale Bedeutung. Wurde Kindern regelmäßig vorgelesen, sind diese häufiger darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. (2015)

Recherchequelle: Pressemitteilung „Vorlesestudie 2018: Regelmäßiges Vorlesen erleichtert Grundschülern das Lesenlernen“ von der Stiftung Lesen.

 

Bildquelle: Stiftung Lesen

Schreibmaschine versus Computer

Haben Sie schon das Bild von der alten Schreibmaschine auf unserer Website entdeckt? Auf dem wunderschönen Stück habe ich als Schülerin das Zehn-Finger-Schreiben gelernt – so richtig mit Kurs und Lehrbuch. Und auch unsere elfjährige Tochter hat ein Faible für Schreibmaschinen. Sie hat sich eine aus Uromis Fundus geholt und tippt jetzt leidenschaftlich Briefe damit.

Interessant, wenn es die Löschtaste nicht gibt und jeder einzelne Buchstabe mit Bedacht angeschlagen werden muss. Das wirkt entschleunigend und führt dazu, dass man besser nachdenkt, bevor man losschreibt. Und weil jeder Buchstabe gleich auf dem Papier sichtbar wird, hat das Ganze etwas sehr Handfestes, Greifbares. Nicht zu verachten ist auch der Sound der Schreibmaschine, ihr mehr oder weniger gleichmäßiges Hämmern und Klappern. Für manch einen Schriftsteller ist es vielleicht hilfreich, dass die Ablenkung deutlich geringer ist, weil man auf der Schreibmaschine eben nur schreiben kann – und nicht noch Mails lesen und ins Internet gehen.

Wie groß die Differenz zwischen der Schreibmaschine und dem Computer ist und wie groß in diesem Zusammenhang der Generationenunterschied sein kann, nimmt der untenstehende Sketch von ORF2 aufs Korn. Es ist wirklich köstlich, wie die beiden aneinander vorbeireden, weil der gemeinsame Nenner komplett fehlt. Auf welcher Seite finden Sie sich wieder?

Gesunde Kinderaugen: Viel Zeit im Freien verbringen

Morgens ins Schulheft schauen, mittags in Bücher und abends womöglich auf den Bildschirm oder das Display: Das haben Kinderaugen gar nicht gerne! Laut einer Britischen Studie ist es für Kinder wichtig, immer wieder in die Ferne zu blicken – vor allem im Freien und Hellen.

Die sogenannte Naharbeit als Kind erhöht das Risiko, kurzsichtig zu werden. Das Auge stellt sich quasi auf den nahen Fokus ein und entwickelt eine Kurzsichtigkeit. Gleichzeitig wirkt helles Licht Kurzsichtigkeit aktiv entgegen. Fehlt Licht, muss sich das Auge mehr anstrengen und ermüdet schneller. Der Augapfel wächst in die Länge, wobei das Bild vor statt auf der Netzhaut entsteht und in der Ferne verschwommen ist.

Für Kinder also gilt: Viel Zeit im Freien verbringen, den Blick immer wieder in die Ferne richten und bei guter Beleuchtung lesen und „naharbeiten“. Dann hat man der Brille schon ein gutes Stück entgegengewirkt!

Kindergeburtstag reloaded

Der schönste Tag des Jahres oder Augen zu und durch: Zu welchem Elterntyp gehören Sie, wenn es um den Kindergeburtstag des Nachwuchses geht? So richtig ehrlich traut sich das ja heute kaum jemand zu beantworten. Umso erfrischender fanden wir den Beitrag „Die Wahrheit über Kindergeburtstage“ von Janosch Niebuhr unter „Schlaflos“, dem Familienblog der FAZ . Sein (zugegeben etwas krass zusammengefasstes) Fazit: „Kindergeburtstage sind die Pest, sie lassen Eltern schneller altern als übermäßiger Alkoholkonsum oder Kettenrauchen.“

Statt einem Rührkuchen, einem Krug Kakao und sonst nix – wie früher – würden Kindergeburtstage heute zu stresserfüllten Events ausarten – mit durchdesignten Einladungskarten, aufwändigen Büfetts, minuziös geplanten Unternehmungen und passender Deko. Das Ganze habe viel mit Imponiergehabe, Geltungskonsum und Benchmarking zu tun – und zwar auf Seiten der Eltern. Wer organisiert die aufwändigste Party, wer das aufregendste Event, wer lädt die meisten Kinder ein, das sei vielen Eltern wichtiger als das Glück der Kinder.

Mich selbst – das muss ich zugeben – verunsichern die Kindergeburtstage Jahr um Jahr aufs Neue. Wie viele Kinder einladen, welchen Zeitrahmen einplanen, was unternehmen, welches Essen vorbereiten? Mein Sohn war schließlich schon auf Festen mit 18 (!) Gästen und perfekt durchgeplanten Mottopartys (TKKG, Harry Potter, Star Wars…).

Am wichtigsten finde ich eigentlich, dass die Kinder tatsächlich Zeit zum gemeinsamen Spielen haben. Also: Möglichst wenig Entertainment durch uns Eltern. Die meisten Kinder sind das aber gar nicht gewöhnt, fragen alle fünf Minuten „Was machen wir denn jetzt?“ und setzen damit auch das Geburtstagskind ganz schön unter Zugzwang. Also eine gute Mischung aus freiem Spiel, ein bisschen Unterhaltung und einfachen Leckereien (denn die sind Kindern in der Regel gar nicht so wichtig wie uns Großen). Am schönsten fand ich bis jetzt die Geburtstage auf irgendeinem Spiel- oder Sportplatz mit ein paar einfachen Spielen und Pizza vom Lieferdienst, aber viel Zeit zum Toben und Spielen.

Vielleicht wage ich aber ab jetzt was ganz Neues und serviere einfach: einen Rührkuchen, einen Krug Kakao und sonst nix. Mottoparty „Kindergeburtstag reloaded“. Ich bin sehr gespannt, was dann passiert!

Studie: Konzentrierte Aufmerksamkeit ist eine Illusion

Einfach mal in Ruhe arbeiten, einen Text lesen oder sich nur mit einer Sache beschäftigen – das ist gar nicht so leicht. Überall lauern Ablenkungen und auch der Geist schweift ständig ab. Dass wir noch viel häufiger abgelenkt sind, als wir dachten, haben wir in einem interessanten Zeit-Interview mit Sabine Kastner gelesen.

Die Neurowissenschaftlerin hat in einer Studie herausgefunden, dass unser Gehirn mehrmals pro Sekunde den Fokus wechselt, nämlich alle 125 bis 250 Millisekunden. Das geschehe ganz automatisch und ohne, dass wir etwas davon bemerken.

Sabine Kastner: „Wir Menschen glauben ja, dass wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf einen Punkt richten, dass das sozusagen ein Willensakt ist. Wenn ich im Büro sitze, dann kann ich entscheiden, ob ich auf den Computerbildschirm vor mir oder auf mein Smartphone gucke. Was wir in dieser Studie aber sehen, ist das genaue Gegenteil: Unserer Aufmerksamkeit liegen automatische Prozesse zugrunde. Natürlich richten wir erst einmal die Aufmerksamkeit irgendwohin. Doch was dann abläuft, liegt jenseits unserer Wahrnehmung. Es passiert unbewusst.“

Der ständige Fokuswechsel und rhythmischer Prozess zwischen Konzentration und Ablenkung sei allerdings keine Folge der Digitalisierung und des Smartphone-Gebrauchs, sondern eine bereits Millionen von Jahren alte Fähigkeit des Menschen. Das sollen Tests mit Altweltaffen gezeigt haben. Ob das Internet oder Computerspiele die Aufmerksamkeitsleistung über einen längeren Zeitraum verschlechtere, müsse noch erforscht werden.

 


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