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Schlagzeilen der Woche

Süddeutsche Zeitung: Kuscheln gibt Kindern Selbstvertrauen

Vom morgendlichen Kuscheln im Bett über einen dicken Drücker nach dem Nachhausekommen von der Schule bis zur Kuscheleinheit beim Vorlesen am Abend: Für Kinder egal welchen Alters ist zärtlicher Körperkontakt nicht nur wohltuend, sondern auch wichtig für die Entwicklung.

Die Süddeutsche Zeitung hat dem Umarmen, Knuddeln, Schmusen und Küssen sowie den vielfältig schönen Auswirkungen des liebevollen Körperkontakts den Beitrag „Komm kuscheln!“* (Ausgabe vom 9./10. Juni 2018) gewidmet. Darin heißt es: „Für Kinder ist Kuscheln eine Schnelltankstelle für ihr Selbstvertrauen und wichtig zur Entspannung nach dem Stress in der Schule oder Kita.“ Denn: Hautkontakt und Streicheleinheiten wirken auf uns Menschen beruhigend, bauen Stress ab und lösen Wohlfühlhormone wie Oxytozin aus. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass viel gekuschelte Kinder weniger häufig krank sind. Oxytozin stärkt die Abwehrzellen und das Immunsystem.

Gleichzeit werden Kinder, die beispielsweise in angsteinflößenden Situationen liebevoll in den Arm genommen werden, selbstbewusster. Kuscheln macht Mut, die Welt zu entdecken, denn die Kinder erfahren Geborgenheit, Stärke und einen „sicheren Hafen“. Das gilt übrigens auch für wilderen Körperkontakt wie liebevolles Kämpfen, Kitzeln oder gemeinsames Toben. Zuviel Liebe, so betont der Artikel, kann es nicht geben – solange die Grenzen des Kindes respektiert werden. Ziemlich erschrocken waren wir darüber, dass noch in den 50er Jahren der Hinweis „Kinder nicht küssen“ in Stillratgebern stand. Wohl aus Angst, Kinder zu verwöhnen.

Wir jedenfalls verwöhnen unsere Kinder gerne und kuscheln unsere Kleinsten bei jeder passenden Gelegenheit. Für größere Kinder, die sich schonmal aus dem Arm winden und in ihren Zimmern verschwinden, haben wir einen Trick: Massagen! Denn die lieben eigentlich alle.

*Der Beitrag ist am 8. Juni 2018 online unter dem Titel „Was Kindern Selbstvertrauen gibt“ erschienen, aber nur für Abonnenten oder im Probeabo abrufbar,

 

Eltern zwischen Helikopteritis und Kontrollverlust

Am Wochenende waren wir in einem Vogelpark. Bei den Kakadus streckte ein Neunjähriger plötzlich seine Finger durchs Gitter, um ein zutraulich wirkendes Tier zu streicheln. Das allerdings schnappte zu. Zum Glück ist dem Jungen nicht viel passiert, zwischen seinen Eltern aber ging eine viel gehörte Diskussion los. Er: „Ich hab ihm doch gesagt, er soll von den Gittern wegbleiben.“ Sie: „Lass ihn doch. Manche Erfahrungen muss er eben selbst machen.“ Herrjeh!

Momente wie diesen hält der Alltag für Eltern hundertfach bereit: Darf die Dreijährige auf der hohen Mauer balancieren/auf dem Spielplatz alleine mit der Seilbahn fahren/aufs Fensterbrett steigen? Darf der Große mit seinen Freunden mit dem Fahrrad durchs Viertel düsen/alleine zum Judo und zurück/ins Waldstück hinterm Haus? Manche Eltern sehen überall Gefahren und pfeifen ihre Kinder stets zurück. Andere erlauben alles, ohne sich groß Gedanken zu machen.

Interessant fand ich in diesem Zusammenhang den Artikel „Die Angst der Eltern vor dem Kontrollverlust“ aus dem Elternblog Schlaflos der FAZ. Er geht genau dieser der Frage nach, wie Eltern im Jahr 2018 das Verhältnis von Freiheit und Kontrolle ihrer Kinder austarieren. Viele Eltern, so steht dort, hielten ihre Kinder permanent an der kurzen Leine. „Mit der Folge, dass dem Nachwuchs zu wenig Raum für eigenverantwortliches und eigenständiges Ausprobieren bleibt, ja ihnen sogar das Recht genommen wird, sich, im übertragenen Sinne, eine blutige Nase zu holen.“ Und – besonders spannend: „Wer die Chance gar nicht erst bekommt, aus eigenen Fehlern Schlussfolgerungen zu ziehen, wird möglicherweise später selbstgemachte Fehler seiner Umgebung zuschieben. Erst den Eltern. Den Großeltern. Später der Frau, dem Mann, den eigenen Kindern. Oder sogar reichlich diffus und ganz allgemein der Gesellschaft, ein Sündenbock für die selbst begangenen Fehler muss dann her.“

Auch die Frage, wo die Angst heutiger Eltern vor dem Kontrollverlust und der Katastrophe herkommt, beleuchtet der Artikel klug. Autor Martin Benninghoff nennt zum einen die Beinahe-Echtzeitberichterstattung der Medien: „Das Unsicherheitsgefühl steigt auch deshalb, weil jede Krise, und sei sie im hintersten Hindukusch, mittlerweile viel stärker globalisiert ist und dadurch in unsere Gefilde schwappt.“ Andererseits beobachtet er ein steigendes Überengagement der Eltern: „Der Leistungsgedanke und der übersteigerte Wunsch nach einer makellosen Performance im Alltag – im Supermarkt, auf dem Spielplatz, gegenüber Freunden – kann ebenfalls zu einem übertriebenen Kontrollwahn führen.“ Darin erkennen sich sicher viele Eltern wieder.

Und das Erfolgskonzept? Freiräume schaffen, die Zügel bewusst lockerer halten und sich von der Angstmacherei und dem Perfektionismus anderer nicht anstecken lassen – so Martin Benninghoff. Wir finden, das klingt nach einem verdammt guten Plan!

Recherchequelle: „Die Angst der Eltern vor dem Kontrollverlust“, FAZ.net vom 26. Juni 2018

Humor wird zur Führungskompetenz

Haben Sie heute schon mit Ihren Mitarbeitern gelacht? Oder einen kleinen Spaß gemacht? Dann läuft bei Ihnen in Sachen Führungskompetenz alles rund. Studien belegen, dass für Arbeitnehmer ein positives menschliches Miteinander immer wichtiger wird – darauf sind wir in der Deutschen Handwerks Zeitung gestoßen.

Klar, der Alltag einer Führungskraft ist geprägt von operativen Gesprächen, Verhandlungen, Zahlen, Daten, Fakten. Wer dabei – und gerade in kritischen Momenten – Humor beweist, etabliert Menschlichkeit und Kreativität im Unternehmen und eröffnet neue Kommunikationswege. Das erhöht die Bindung der Mitarbeiter zur Firma und die Akzeptanz des Vorgesetzten, ohne dass der Respektsabstand verloren geht.

„Wo gelacht wird, fühlen sich die Mitarbeiter wohl und es wird in der Regel mehr und produktiver gearbeitet. Humor wird bei gut geführten Einstellungsinterviews als emotionale Intelligenzkomponente gecheckt und als eines der wichtigsten Soft Skills gewertet“, heißt es in dem Beitrag. Übrigens: Kinder lachen bis zu 400 Mal am Tag, ein Erwachsener am Arbeitsplatz nur fünf Mal. Es wird Zeit, dass sich hier was tut!

Recherchequelle: Deutsche Handwerks Zeitung „Warum Sie öfter auf der Arbeit lachen sollten“ vom 19.09.2016

Screenshot von der Website der Deutschen Handwerks Zeitung

Die Macht der Sprache – auch beim Namen

Trump wettert, Putin droht, Kauder will mehr Geld. Im Journalismus ist es üblich, Personen nur mit dem Nachnamen – also ohne Vornamen oder der Anrede Herr oder Frau – zu nennen. Wir finden das schon immer unhöflich und schreiben in Pressemitteilung stets den vollständigen Namen, schließlich sind wir auch nicht einfach Efkes oder Reith oder Lewerenz. Oder liegen wir damit falsch?

Das fragen wir uns seit dem Beitrag „Die Kraft des Nachnamens“ aus der Süddeutschen Zeitung. Darin wird eine Studie der Cornell University in Ithaca vorgestellt. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die verkürzte Namensnennung Menschen darin beeinflusst, die professionellen Leistungen der genannten Person höher einzustufen. „Wer mit dem bloßen Nachnamen bezeichnet wird, erfährt einen Bedeutungsgewinn. Die Person wird als berühmter und wichtiger wahrgenommen als jemand, dessen Identität weitere Attribute braucht“, heißt es in dem Artikel.

Die Krux: In den USA würden Männer in der Öffentlichkeit etwa doppelt so häufig nur mit ihrem Nachnamen bezeichnet als Frauen. Dadurch erfahren Frauen Nachteile und wirken weniger qualifiziert, auch wenn es meist aufgrund kultureller Gepflogenheiten höflich gemeint war. Jetzt wird es uns bewusst: Seehofer, Goethe, Einstein und Marx, aber Angela Merkel, Bettina von Arnim, Rosa Luxemburg und Käthe Kollwitz – auch bei berühmten Persönlichkeiten werden Männer eher beim Nachnamen, Frauen dagegen mit ganzem Namen genannt oder in wenigen Ausnahmen mit dem Artikel „die“ (die Monroe, die Dietrich). Das ist wirklich interessant und zeigt nochmal mehr, wie viel Macht Sprache hat. Ob wir in Zukunft jetzt extra bei den Frauen den Vornamen weglassen? Darüber müssen wir nochmal nachdenken 😉

Recherchequelle: „Die Kraft des Nachnamens“, Süddeutsche.de vom 27.06.2018

 

Wortakrobatin Rita Apel über Mikroplastik

Sicher haben Sie unseren Blog-Beitrag „So wenig Plastik wie möglich“ intensiv studiert und nutzen seitdem die App CodeCheck, um Mikroplastik oder Palmöl in Lebensmitteln und Duschgels zu vermeiden. 😉 Leider noch nicht? Dann legen wir Ihnen ein Video ans Herz, das auf noch charmantere Weise zum Benutzen von CodeCheck aufruft. Zu sehen ist die Poetry Slamerin Rita Apel mit ihrem „Kindergedicht vom Mikroplastik“, das sie auf einem Slam zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung vorträgt. In rhythmischem Gleichklang und herrlich gereimt, erklärt die über 60-Jährige die Bedeutung und Gefahr durch Mikroplastik für unsere Natur. So macht Umweltschutz Freude!

„Bevor du auf die Tube drückst, schau nach, was sie enthält.
Mach andre darauf aufmerksam, damit hilfst du der Welt.
Und ist riskanter Inhalt drin, bring sie ruhig wieder hin,
denn dein Konsumverhalten bestimmt ja den Gewinn.“

 

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